Wie der neue Dorfplatz aussehen könnte

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Der Gemeinderat genießt den Vor-Ort-Termin bei schönem Abendlicht. Durch den Abriss der Hofstelle Hutter bekommt man auf die Kirche St. Martin einen ganz neuen Blickwinkel.

Schwabsberger Räte machen sie vor Ort ein Bild. Auch um Corona geht es.

Schwabsberg. Mit dem Abbruch der Hofstelle Hutter mitten im Kerngebiet von Schwabsberg lässt sich nun der hier angedachte Dorfplatz als neuer Mittelpunkt des Ortes erahnen. Durch Wegfallen des Gebäudes bekommt die Kirche St. Martin einen neuen Stellenwert und ist genauso ein Hingucker wie der Blick in die entgegengesetzte Richtung über den Ortsrand hinaus bis hin zum Albtrauf. Diesen Blick genossen die Gemeinderäte und ließen sich von Bürgermeister Christoph Konle über den Sachstand des Abrisses informieren.

Ein erster Dank ging an Eugen Hutter, der die Hofstelle zur Verfügung gestellt hatte, an dem nun die Mitte der Begegnungen entstehen solle. Zwar kann von dem übrig gebliebenen Baumaterial nicht so viel wiederverwendet werden wie erhofft, da in den Balken der Holzwurm wütete und das Steinmaterial nicht die gewünschte Qualität aufweise. Vom übrig gebliebenen Fachwerk könne zumindest ein Teil wiederverwendet werden. Der leergeräumte Platz soll in der Zwischenzeit, bis er zum neuen Dorfmittelpunkt werde, als Parkplatz genutzt werden, solange die Sanierung des Rathauses andauere. Wichtig ist es dem Bürgermeister und dem Gremium den Dorfplatz so zu gestalten, wie ihn die Bürger haben wollen, sodass man vollkommen offen für Ideen sei. Vielleicht werde hier ein Backhaus entstehen, eine Pergola, etwas für die Jüngsten zum Spielen. Es soll auf ein generationsübergreifender Treffpunkt werden, der das ganze Jahr belebt werden solle.

An dieser Aufgabe arbeitet auch schon seit 2014 die Stadtentwicklungsgesellschaft STEG aus Stuttgart. Sie hat das Sanierungsgebiet festgelegt, den Kontakt mit den Bürgern gesucht und bringe alle Zuschüsse ins Rollen. Etliche Projekte seien bereits abgeschlossen. Von STEG war die Projektleiterin Kristin Seifert vor Ort und erläuterte die Sanierungsziele, für die es aus verschiedenen Förderprogrammen zu den einzelnen Maßnahmen Zuschüsse gebe. Einen Antrag für Geld aus einem neuen Förderprogramm, namens NIS (nichtinvestive Städtebaufördermittel), erklärte sie in der anschließenden Gemeinderatssitzung – Corona bedingt in der Jagsttalhalle. Mit diesem Programm können Maßnahmen mit 60 Prozent gefördert werden, die zum Beispiel zur Belebung des Quartiers beitragen, die Attraktivität und das Leben vor Ort fördern oder das lokale und regionale und touristische Angebot verbessern. Die Gemeinde habe hierfür Gesamtkosten im Antrag von 51 000 Euro veranschlagt. Sechzig Prozent davon wären 30 600 Euro. Davon könnte zum Beispiel, so Konle, die Eröffnung des fertiggestellten Dorfplatzes, die für 2022 angedacht sei, mitfinanziert werden. Genauso wie die Begleitung und Entwicklung eines Dorf- und Regionalmarktes, der dem Bürgermeister ganz besonders am Herzen liegt.

Pandemie bisher gut bewältigt

Die Corona-Pandemie hat die Gemeinde Rainau bisher gut bewältigt. Konles Dank ging an alle Bürger und das Rathausteam, das die Ausnahmesituation um- und weitsichtig bewältigt habe. Mit einem blauen Auge sei auch der Gemeindehaushalt – zumindest zum augenblicklichen Zeitpunkt – aus dem Lockdown hervorgegangen. Der Rückgang der Gewerbesteuer habe die Gemeinde nicht so hart getroffen, da man für das Jahr 2020 im Planansatz 800 000 Euro festgelegt habe und immer noch mit den Einnahmen 300 000 Euro darüber liege. Nur eine Momentaufnahme, betonten der Bürgermeister und die Gemeindekämmerin Ingrid Basch. Natürlich habe man zur Bewältigung der Pandemie auch Mehrkosten und Mehraufwendungen gehabt, die aber durch die Corona-Soforthilfen ausgeglichen wurden. Deshalb gelte auch weiterhin mit den Haushaltsmitteln vorsichtig und umsichtig umzugehen und bei der Planung und Realisierung zukünftige Projekte die Finanzierbarkeit immer im Blick zu haben.

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