Wie die Ostalb-Trucker auf dem Ellwanger Autohof ihre Freundschaft pflegen

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Pascal Winter organisiert zusammen mit Hans Mayer das große Treffen der Ostalb-Trucker am kommenden Wochenende auf dem Autohof in Ellwangen.
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Großes Wiedersehen der Ostalb-Trucker am Wochenende.

Ellwangen. Sie sind gut befreundet. Aber sehen sich das Jahr über nicht. Da sie immer auf Achse sind. Die Ostalb-Trucker. Doch ein Mal im Jahr – zu ihrem absoluten Highlight -, da nehmen sie sich alle gleichzeitig frei. Um sich endlich wiederzusehen. So, wie am kommenden Wochenende. Wenn zum vierten Mal das große jährliche Trucker-Treffen auf dem Ellwanger Autohof ansteht.

Auf Facebook sind sie eine rege Gruppe mit über 600 Mitgliedern. Auch auf WhatsApp halten knapp 40 der Lkw-Fahrer aus dem Landkreis guten Kontakt. Aber sehen? „Lichthupe, Hupen, Fingerwinken, wenn wir uns auf der Autobahn begegnen“, beschreibt Pascal Winter den Alltag seiner Kollegen. In Ruhe mal quatschen, Bier trinken, Musik hören, zusammen grillen – das funktioniert nur ein Mal im Jahr. Eben beim großen Treffen der Ostalb-Trucker. „Das ist einfach so schön, wenn man mal wieder alle Freunde auf einem Haufen hat und zusammen Spaß haben kann“, freut sich Winter, der das Treffen zusammen mit Hans und Manuel Mayer organisiert, aufs kommende Wochenende. „Das ist einfach etwas sehr Besonderes in diesem Beruf.“

Freitagabend ist Anreise, für manche auch erst am Samstag – je nach Dienst- und Tourenplan. Rund 65 sind angemeldet. „Damit sind wir voll.“ Zwei komplette Parkreihen auf dem Ellwanger Autohof haben sie für sich reserviert – also mehr als die Hälfte des verfügbaren Platzes. Samstag starten sie dann gemütlich in den Tag. Grill an, Steaks und Würstchen drauf, Musikhören, Freunde kommen dazu, Frauen und Kinder sind ohnehin mit dabei, übernachten meist mit im Truck. „Das ist für unsere Familien dann oft ein bisschen wie Camping.“ So 250 bis 300 Leute sind es immer, die zusammenkommen und zwischen den aufgestellten Lastwagen gemeinsam feiern und ein bisschen von der Arbeit abschalten. Montagfrüh geht’s dann mit neuer Energie wieder auf Tour quer durch Europa.

Üblicherweise ist das Treffen am ersten Septemberwochenende. „Dieses Mal haben wir es vorgezogen, weil der Autohof zum 1. August einen neuen Eigentümer hat und wir nicht wissen, ob wir unser Treffen weiterhin da machen können“, erklärt „Passe“ Winter.

Ein großes Programm braucht‘s nicht. Schließlich geht’s ja um die gemeinsame Zeit. Eine kleine Versteigerung gibt’s allerdings doch. Zugunsten des „Blauen Hauses“ in Stuttgart, einem Förderkreis für krebskranke Kinder und ihre Familien. Und wenn einer anfängt zu hupen, dann kann‘s schon sein, dass es zum kurzen Minikonzert kommt. Das man dann bis in die Stadt hört.

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