Bürger wehren sich gegen Ausbau des „Auchtfelds“

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Oberhalb des bestehenden Wohngebietes „Auchtfeld“ in Wört soll ein neues, rund sieben Hektar großes Wohn- und Mischgebiet entstehen. Ein Bürgerbegehren versucht, dies zu verhindern.
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Eine weitere Bebauung eines Wörter Wohngebiets soll gestoppt werden.

Wört. In der letzten Sitzung vor der Sommerpause beschäftige sich der Gemeinderat Wört mit der Behandlung eines Bürgerbegehrens gegen die Bebauungspläne „Auchtfeld Ost“ und „Auchtfeld III“. Rund 15 Bürger wohnten der Gemeinderatssitzung bei und verfolgten interessiert die Tagesordnung und speziell den Punkt Bürgerbegehren und Bürgerentscheid.

Um was geht es konkret? Die Gemeinde Wört möchte ein neues, knapp sieben Hektar großes Baugebiet beim Wohngebiet „Auchtfeld“ ausweisen. Dagegen regt sich indes unter den Anwohnern vielfach Widerstand. Nun ging Ende Juni bei der Wörter Gemeindeverwaltung ein Bürgerbegehren ein, das von 134 Bürgern unterzeichnet wurde.

Die Gemeindeverwaltung hat daraufhin die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens nach den Statuten der Gemeindeordnung geprüft. Derzeit werden für ein Bürgerbegehren 77 Stimmen benötigt. Bürgermeister Thomas Saur stellte fest: „Das Quorum ist damit mehr als erfüllt. Wir haben die Unterschriften geprüft, alles hat seine Richtigkeit.“

Marco Rothmund sprach danach als Bürgerbegehren-Vertrauensmann: „Das Bürgerbegehren gibt den Bürgern eine gute Möglichkeit, sich zu äußern. Wir haben sehr viele Menschen in kurzer Zeit erreicht und wir hoffen, noch mehr für unser Anliegen gewinnen zu können. Wir bitten um eine formelle Zulässigkeit des Bürgerbegehrens. Die Unterschriften sind da.“

Bürgermeister Thomas Saur erklärte nach der Stellungnahme: „Das Bürgerbegehren ist auch eine Empfehlung der Verwaltung.“ Der Gemeinderat stellte schließlich ebenfalls die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens fest.

Wegen des Aufwands wurde der Bürgerentscheid auf den Tag der Bundestagswahl am 26. September 2021 festgelegt. Die Gemeinde bildet einen Wahlbezirk, Wahlraum ist der Rathaus-Bürgersaal. Es wird ein Gemeindewahlausschuss gebildet, Bürgermeister Thomas Saur ist der Vorsitzende und Josef Lindenmeier sein Stellvertreter.

Sämtliche Stellungnahmen müssen bis zum 27. August bei der Gemeindeverwaltung eingegangen sein. Am 2. September sollen dann die Stellungnahmen der Gemeindeorgane und der Vertrauenspersonen zum Bürgerbegehren im Wörter Mitteilungsblatt veröffentlicht werden.

Eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema Bebauungspläne „Auchtfeld III“ und „Auchtfeld Ost“ und Bürgerbegehren/Bürgerentscheid ist für Mitte September geplant.

Was noch wichtig ist

Ein Gehweg wird im Wörter Ortsteil Grünstädt auf einer Länge von rund 400 Metern gebaut. Parallel dazu wird die Landesstraße 2385 ausgebaut und saniert. Auf dem Wörter Gemeindegebiet sind dies 1,5 Kilometer Wegstrecke ab der Pfladermühle in Richtung Maxenhof / Regelsweiler. Die Gemeinde beauftragt die „LK&P.Ingenieure GbR“ für die Landesstraßenplanung.

Breitbandausbau: Der Gemeinderat Wört stimmte einer Beteiligung der Komm.Pakt.Net an der OEW Breitband GmbH (Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke) zu. Damit soll der Breitbandausbau weiter an Fahrt gewinnen und beschleunigt werden.

Umnutzung eines Schweinestalls: Einer Nutzungsänderung und der Umnutzung eines Schweinestalles zu einem Wochenendhaus bei der Gaugenmühle stimmte der Gemeinderat außerdem einmütig zu. Achim Klemm

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