Gewerbesteuer als dickes Plus

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Oliver This (Bildmitte) rückt für den aus dem Gemeinderat Wört ausscheidenden Claus Bolzinger (rechts) ins Gremium nach. Bürgermeister Thomas Saur (links) verpflichtete ihn im Rat.
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Im Wörter Gremium wird ein ausgeglichener Haushalt 2022 eingebracht. Welche großen Investitionen geplant sind.

Wört

Ein solide durchfinanzierter Haushalt 2022 wurde im Wörter Gemeinderat bei dessen Einbringung präsentiert. Trotz reger Investitionstätigkeit kommt man ohne die Aufnahme von Krediten aus. Die Gewerbesteuereinnahmen bilden das finanzielle Rückgrat der Gemeinde und wurden mit 4,25 Millionen Euro kalkuliert.  

Die Gemeinderäte bekamen schon vorab Einblick in das Planwerk und konnten die Details studieren. „Aus dem Kreis der Räte wurden zu dem Haushalt keine Wünsche  geäußert oder Ergänzungen gemacht“, erklärte Kämmerer Andreas Mundus, der die Einzelheiten näher beleuchtete.

Bürgermeister Thomas Saur betonte bei der Einbringung ergänzend: „Es sind keine Erhöhungen bei den Steuersätzen geplant, das ist ein gutes Signal, unser Haushalt ist ausgeglichen.“

Viel Geld muss die Gemeinde für den Erwerb zur Bereitstellung von Bauland in die Hand nehmen, um das geplante Neubaugebiet „Auchtfeld Ost“ und „Auchtfeld III“ realisieren zu können. Konkret sind das 1,5 Millionen Euro. Bei dem Neubaugebiet am Ortsrand von Wört in Richtung Stödtlen, sollen 49 Einfamilienhäuser im „Auchtfeld III“ auf einer Fläche von 4,4 Hektar ausgewiesen werden. Ein Mischgebiet mit einer Fläche von zusätzlichen 2,2 Hektar, schließt sich unmittelbar an. Dort soll Einzelhandel, Gewerbe und auch Wohnen ermöglicht werden.

Eine Million für Grundschule

„Um unsere Grundschule wieder auf Vordermann zu bringen, investieren wir 2022 eine Million Euro in die Sanierung. Es ist eine Investition in die Zukunft“, erläuterte Andreas Mundus weiter. Für den Breitbandausbau muss außerdem reichlich investiert werden. Für die Fertigstellung des Ausbaus der „Weißen Flecken“ und die Planung des sich anschließenden Ausbaus der „Grauen Flecken“ werden 700 000 Euro bereitgestellt. Hierfür fließen hohe Fördermittel.

Die Kläranlage wird um eine Phosphatfällung ergänzt. Dafür sind 250 000 Euro im Haushalt festgeschrieben worden. Für den Ortsstraßenbau werden 800 000 Euro bereitgestellt. Zum Beispiel wird damit unter anderem der Gehwegebau im Rahmen der Sanierung der L 2385 finanziert.

Beim Bauplatzverkauf kann die Gemeinde insgesamt 100 000 Euro einplanen. Neben den hohen Einnahmen bei der Gewerbesteuer (4,25 Millionen Euro) kann Wört beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer mit zusätzlichen 820 000 Euro rechnen.

Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer wurde auf prognostizierte 380 000 Euro fixiert.  Die geplanten Abschreibungen belaufen sich 2022 auf 641 000 Euro. Die Personalausgaben in Wört sind gestiegen und liegen 2022 bei voraussichtlichen 845 000 Euro. Die Erhöhung ist bedingt durch die Einsetzung eines neuen Hauptamtsleiters. Der Gesamtbetrag der Erträge weist für 2022 die Summe von 6,794 Millionen Euro aus. An Aufwendungen müssen hingegen 6,531 Millionen gegen gerechnet werden. „Wir kommen also am Ende auf ein kleines Plus in Höhe von 262 000 Euro, das uns einen Spielraum lässt und für schlechte Jahre bestimmt ist“, machte Kämmerer Andreas Mundus am Ende seiner Ausführungen zum Haushaltsplan 2022 deutlich, den der Gemeinderat schließlich einmütig mit zugehörigem Investitionsprogamm bis 2025 beschloss und verabschiedete.    

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