Zwei Nachrücker und ein scheidender Ortsvorsteher

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Ein scheidender Ortsvorsteher und zwei neue Gesichter (v.l.): OB Michael Dambacher, Siegfried Koudelka, Franziska Schuster und Ortsvorsteher Albert Schiele.
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Drei Personalien standen auf der Agenda des Schrezheimer Ortschaftsrates am Montag.

Ellwangen-Schrezheim. Gleich drei personelle Veränderungen hatte der Ortschaftsrat Schrezheim in der ersten Sitzung des Jahres am Montag zur Kenntnis zu nehmen. Ortsvorsteher Albert Schiele hatte bereits eingangs angekündigt, dass es nach 23,5 Jahren Kommunalpolitik, zehn Jahren als Stellvertretender Ortsvorsteher und dann 13,5 Jahren als Ortsvorsteher die letzte Sitzung unter seiner Führung sei.

Er hatte vor Weihnachten die Niederlegung seiner Ämter beantragt. „Ich kann mit etwas Stolz auf die lange Zeit in der Verantwortung zurückblicken“, sagte Schiele, schließlich habe man gemeinsam viel erreicht. Beispielsweise nannte er die Feier zum 675-Jahr-Jubiläum Schrezheims und die Sanierung und Erweiterung der St.-Georg-Halle, in deren neuem Bürgersaal vor auf den Tag genau zehn Jahren das Gremium erstmals getagt hatte.

Oberbürgermeister Michael Dambacher übernahm schließlich die formelle Herbeiführung der Niederlegung der ehrenamtlichen Tätigkeit, der letztlich der Gemeinderat am 26. Januar zustimmen wird müssen. Denn mit Überschreiten der Altersgrenze von 62 Jahren habe Schiele einen „wichtigen Grund“, um aus dem Amt ausscheiden zu können. „Vielen Dank für dreieinhalb Jahre des guten Miteinanders“, sagte Dambacher, der ankündigte, Schiele erst bei der Gemeinderatssitzung wirklich verabschieden zu wollen. Er bedaure Schieles Rücktritt und sei sicher „dass es alle Bürgerinnen und Bürger Schrezheims schade finden“. Dem pflichtete auch Sonja Fuchs, Schieles Stellvertreterin, bei, die bekannte nur „widerwillig“ dem Wunsch nachzukommen. „Größter Respekt für 23 Jahre Herzblut“, zollte sie.

Albert Schiele sagte, er erinnere sich an viele schöne Tage, das Amt habe aber „auch Nerven gekostet“. Nun sei er froh, mehr Zeit für sich zu haben, „frische Kräfte“ könnten übernehmen. Bis der Ortschaftsrat seine Nachfolge geregelt habe, bleibe er kommissarisch im Amt. Seinem Rücktrittsgesuch stimmten die Räte schließlich bei einer Enthaltung zu.

Zwei neue Gesichter wurden zudem im Rat begrüßt, die nach dem Tod von Martin Sartor nachrücken: Franziska Schuster hat Sartors Gemeinderatsmandat übernommen und ist beratendes Mitglied des Ortschaftsrates, in den zudem Siegfried Koudelka aufrückt. Er gehörte dem Gremium bereits von 2009 bis 2014 an und will zumindest bis zur nächsten Kommunalwahl 2024 sich engagieren. Beide gehören wie Sartor den Freien Bürgern Ellwangen an, sind in Schrezheim verwurzelt und stellten sich kurz im Rat vor.

⋌Benjamin Leidenberger

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