B 29: Bauarbeiten verzögern sich um ein Jahr

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Die B-29-Baustelle zwischen Essingen und Aalen aus der Vogelperspektive.
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Frank Engelhart, Projektleiter der B-29-Baustelle zwischen Essingen und Aalen, verrät, was in den kommenden Monaten auf der Megabaustelle passiert. Das müssen Verkehrsteilnehmende wissen.

Essingen

Die Bauarbeiten auf der B 29 zwischen Essingen und Aalen verzögern sich um mindestens ein Jahr. Diese Nachricht überbrachte Frank Engelhart, Projektleiter der B-29-Baustelle, Essingens Gemeinderätinnen und -räten in der Sitzung am Donnerstagabend.

Das Problem: „Die fünf nach der Ausschreibung eingegangenen Angebote waren nicht wertbar. Daher müssen wir den Bauabschnitt zwei erneut ausschreiben“, erklärte Engelhart, der mit dem Start des zweiten Bauabschnitts – von der Anschlussstelle Essingen bis zur Einmündung Daimlerstraße – im März 2023 rechnet. Eigentlich sollten die Arbeiten zwischen März 2022 und Dezember 2024 erfolgen. Nun wird laut Engelhart bis Dezember 2025 gewerkelt. „Aufgrund der aktuellen politischen Situation erwarten wir zudem höhere Kosten. Auch der Rohstoffmangel wird uns treffen“, sagte er. Angesetzt waren für Bauabschnitt zwei 30 Millionen Euro. „Wir wissen nicht, was auf uns zukommt.“

Weitere Hiobsbotschaft

Eine zweite Hiobsbotschaft hatte der Projektleiter mit im Gepäck: Zwischen 15. August und 2. September muss der Ortseingang von Essingen gesperrt werden. Zwischen dem Flammenkreisel und dem „Blümle“ entsteht ein weiterer Gehweg, Leitungen müssen verlegt und die Fahrbahn erneuert werden, wie Bürgermeister Wolfgang Hofer sagte. Die Sperrung der Straße sei die einzige Möglichkeit. „Eine halbseitige Sperrung müsste sechs bis sieben Wochen bestehen, zudem wäre die Qualität der Straße nicht so gut“, erklärte Engelhart.

Die Gemeindeverwaltung arbeite aktuell an einem Umleitungskonzept, vermutlich werden Feldwege genutzt. „13 000 Fahrzeuge fahren auf der Straße täglich, das ist unser wunder Punkt“, sagte Hofer. Die beiden anliegenden Betriebe seien zwar nicht erreichbar wie üblich, aber anfahrbar, betonte er.

Das passiert nun

Auch in den kommenden Wochen müssen sich Verkehrsteilnehmende auf Einschränkungen einstellen. Für drei Wochen verwandle sich der Knotenpunkt B 29/Landesstraße in Richtung Forst in ein Nadelöhr, sagte Engelhart. Aufgrund der Bauarbeiten müsste dort der Verkehr umgelegt werden. „Es könnte die kommenden drei Wochen chaotisch zugehen, aber wir können den Bereich nicht sperren.“

Ziel der Bautruppen sei, bis zum Ende der Sommerferien eine durchgehende Fahrbahn vom Kreisel „Blümle“ bis ins Gewerbegebiet „Streichhoffeld“ herzustellen. In diesem Jahr soll zudem die nördliche Fahrbahnhälfte der B-29-neu von Aalen in Richtung Stuttgart fertiggestellt werden, so der Projektleiter.

Im Zuge der Bauarbeiten wird auf der B 29 auf Höhe der Tankstelle eine Stützmauer errichtet. Wenn diese steht, ist die Tankstelle von der B-29-neu aus nicht mehr zu sehen. „Die Mauer brauchen wir. Es gibt keine andere Lösung“, sagte Engelhart und betonte, dass Tankstelle trotzdem erreichbar ist. 

"Aufgrund der aktuellen politischen Situation erwarten wir höhere Kosten.“

Frank Engelhart, Projektleiter B-29-Baustelle

Megabaustelle zwischen Essingen und Aalen: die Länge, die Bauzeit, die Kosten

  • Die Länge: Der erste Bauabschnitt ist 1,15 Kilometer lang. Er beginnt bei der Gärtnerei Welzel und endet an der Anschlussstelle Essingen. Der zweite Bauabschnitt reicht von der Anschlussstelle bis zur Einmündung der B 29 in die Daimlerstraße und ist 2,3 Kilometer lang.
  • Die Bauzeit: Gestartet sind die Bauarbeiten für den Bauabschnitt eins im Oktober 2020. Abgeschlossen sind diese vermutlich im Dezember 2023. Der zweite Bauabschnitt startet vermutlich im März 2023. Bauende ist nach aktuellem Plan im Dezember 2025.
  • Die Kosten: Bauabschnitt eins: etwa 22 Millionen Euro; Bauabschnitt zwei: eigentlich 30 Millionen Euro – Planer rechnen mit Kostensteigerung. ⋌maro
Ziel der Bautruppen ist es, bis zum Ende der Sommerferien eine durchgehende Fahrbahn vom Kreisel „Blümle“ bis ins Gewerbegebiet „Streichhoffeld“ herzustellen, wie Projektleiter Frank Engelhart sagte.

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