B 29: Baustart bei Essingen im Herbst

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Blick auf das jetzige Ende des vierspurigen Ausbaus der B 29 kurz vor Essingen, auf Höhe von Gartenbau Welzel (links). Darüber das Essinger Gewerbegebiet Streichhoffeld, im Hintergrund die Aalener Bucht.
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Das Regierungspräsidium nimmt Stellung zu Verzögerungen sowie den gestiegenen Kosten und erläutert den aktuellen Zeitplan des Ausbaus Aalen-Essingen.

Essingen

In Böbingen deutet seit Freitagnachmittag vieles auf den Tunnel hin, weil sich Verkehrsminister Winfried Hermann offiziell hinter diese Variante gestellt hat. Wie sieht es mit dem Ausbau der B 29 weiter östlich bei Essingen aus? Dort hatten sich die Ausschreibungen der Bauarbeiten im vergangenen Herbst verzögert, weil das Bundesverkehrsministerium den Plänen zur Kostenfortschreibung nicht zugestimmt hatte. Damals ging das Regierungspräsidum von einem Baustart im Frühjahr 2020 aus. Diese Zeitung hat bei der Pressereferentin des Regierungspräsidiums, Lisa Schlager, nachgefragt.

Frau Schlager, wie ist der aktuelle Stand bei den Planungen zum Ausbau der B 29 Aalen-Essingen?

Lisa Schlager: Die Kostenfortschreibung wurde zwischenzeitlich vom Bund genehmigt. Die nun genehmigten Gesamtkosten betragen für die Gesamtmaßnahme 47,505 Millionen Euro. Für den ersten Bauabschnitt (B 29 zwischen Gärtnerei Welzel und Bahnhof Essingen, mit L 1080 und L 1165) werden mit Kosten in Höhe von rund 20,5 Millionen Euro gerechnet.

Wie haben sich die Kostenschätzungen entwickelt?

Im Vergleich zu der bisher genehmigten ersten Kostenfortschreibung von 2001 (18,223 Millionen Euro) ist es zu Kostenerhöhungen gekommen.

Woran liegt das?

Seit dem Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2001 wurden eine Vielzahl an Vorschriften und Richtlinien geändert oder komplett novelliert, sodass eine Anpassung der ursprünglichen Planung an den aktuellen Stand der Technik notwendig war. Weiterhin wurden Umweltauflagen und Lärmschutzmaßnahmen überarbeitet sowie die Ergebnisse der detaillierten Baugrunduntersuchungen eingearbeitet. Hinsichtlich der Verkehrsabwicklung wurde bei der Erstellung der Ausführungspläne darauf geachtet, dass die Bauabläufe so organisiert werden, dass der Verkehrsfluss im Zuge der B 29 so wenig als möglich beeinträchtigt wird. Dies hat die Anlage zahlreicher Provisorien im Zuge der Bauabwicklung zur Folge, die sich ebenfalls in den Kosten niederschlagen. Unabhängig von den planerischen Anpassungen sind derzeit gegenüber 2001 allgemeinen Preissteigerungen in Höhe von rund 33 Prozent zu verzeichnen.

Wie geht's weiter?

Seit März läuft die Ausschreibung zu den Bauarbeiten des ersten Bauabschnitts. Da es sich um eine europaweite Ausschreibung handelt, wird für das Vergabeverfahren ein Zeitbedarf von rund einem halben Jahr benötigt.

Wann rollen die Bagger?

Mit den Bauarbeiten könnte nach derzeitigem Stand voraussichtlich im September/Oktober 2020 begonnen werden.

Inwiefern werden diese den fließenden Verkehr beeinträchtigen?

Die Bauarbeiten werden zunächst auf der B 29 zwischen der Gärtnerei Welzel und dem Bahnhof Essingen beginnen. Hinsichtlich der Verkehrsabwicklung wurde darauf geachtet, dass die Bauabläufe so organisiert werden, dass es zu keinen Vollsperrungen für den Verkehr kommt und dass der Verkehrsfluss im Zuge der B 29 so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Hierzu werden zahlreiche Provisorien im Zuge der Bauabwicklung errichtet.

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