B 29: Das passiert auf der Baustelle

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Die B29 Anschlussstelle Essingen von oben. Zu erkennen: Die Zu- und Abfahrt der neuen B 29. Auch die Straße, die nach der Fertigstellung des Projekts weiter in Richtung Essingen führt, kann erahnt werden.
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Zwischen Aalen und Essingen wird gebuddelt - Materialmangel ist aktuell kein Thema. Welche Arbeiten auf der Bundesstraße 29 anstehen und welche Veränderungen es für Verkehrsteilnehmende gibt.

Essingen. Ein Erdberg so hoch wie ein Einfamilienhaus, viele Baufahrzeuge, eine fertig asphaltierte Straße – das sehen Autofahrerinnen und -fahrer, wenn sie an der B-29-Baustelle zwischen Essingen und Aalen vorbeifahren. Ein Perspektivwechsel zeigt noch mehr: Aus der Luft ist bereits die „Anschlussstelle Essingen“ (AS) zu erkennen, auch die Ausfahrt von der neuen B 29 zur AS und die Einfahrt auf die B 29 weg von der AS sind zu erahnen. Was genau auf der Baustelle vor sich geht, das weiß Andrea Panitz. Sie ist Sprecherin des Regierungspräsidiums (RP) in Stuttgart.

Das ändert sich für Autofahrerinnen und Autofahrer: Die südliche Fahrbahnhälfte, von der Gärtnerei Welzel Richtung Essingen, ist fast fertig. Laut Andrea Panitz fehlen dort noch die Markierungen und provisorische Beschilderungen. Es müssten zudem Bohrkerne der eingebauten Asphaltschichten entnommen und eine Ebenheitsmessung durchgeführt werden. „Die Umverlegung auf die südliche Fahrbahnhälfte ist voraussichtlich für Anfang der KW 49 eingeplant. Dieser Termin ist jedoch stark witterungsabhängig“, sagt sie. Heißt: Ab der zweiten Dezemberwoche könnten Verkehrsteilnehmende auf der fertiggestellten Straße von der Gärtnerei in Richtung Aalen fahren – dann wird auf der anderen Straßenseite gewerkelt.

Eine Hochzeit: Die Brücke über die B-29-neu ist bereits gut zu erkennen, auch die Brücke über die Schienen in Richtung Forst nimmt Form an. Wann ist die Brückenhochzeit? „Die Verknüpfung der beiden Brücken ist auf Mitte September terminiert“, sagt die Sprecherin. Mit der Schüttung der Erdmassen, also des Lückenschlusses, zwischen den beiden Bauwerken könne erst nach der Umverlegung des Verkehrs auf die B-29-neu begonnen werden. Ab Mai bis Ende August erfolgen demnach der Lückenschluss und die Herstellung der Fahrbahn zwischen den beiden Brücken. „Bis zum Ende der Sommerferien gibt es dann eine durchgehende Fahrbeziehung von Norden kommend über den Kreisverkehrsplatz 'Streichhoffeld', die beiden Brücken bis zu den Kreisverkehren 'Stockert' und 'Blümle' am Ortsrand von Essingen“, erklärt die Sprecherin. Ebenfalls fertiggestellt sei dann die nördliche Fahrbahnhälfte der B-29-neu zwischen Gärtnerei Welzel und den Brücken.

Materialknappheit: Knappheit an Baustoffen sei trotz des Materialmangels kein Problem. „Durch den weitreichenden Vorausblick der am Projekt beteiligten Partner und deren langjährigen Netzwerken mit Lieferanten konnten Engpässe an Material auf der Baustelle bisher vermieden werden“, teilt Andrea Panitz mit. Dadurch liege die Baumaßnahme weiterhin im Zeitplan, bauliche Unterbrechungen aufgrund von Materialknappheit oder Lieferschwierigkeiten seien bisher ausgeblieben.

Diese Arbeiten stehen an: Bei trockenem Wetter werden aktuell Erdmassen am Zwischenlager geladen und zum Widerlager der Brücke, die über die Schienen führt, transportiert und dort eingebaut, wie die Sprecherin sagt. Parallel dazu werde die westliche Böschung Richtung Gabo-Stahl geschüttet und modelliert. Dabei werde auch ein 13 Meter hoher Entwässerungsschacht gebaut. „Auf der Brücke über die Schienen wurde vergangene Woche der Überbau betoniert, derzeit erfolgen die Schalung und Bewehrung der Bauwerkskappen.“ Die Arbeiten an der Brücke über der B-29-neu konzentrieren sich ebenfalls auf das Einbringen der Bewehrung an den Bauwerkskappen, wie die Sprecherin sagt.

  • Die Kosten
  • 50 Millionen Euro sind für den vierspurigen Ausbau der B 29 zwischen Aalen und Essingen, der 2024 abgeschlossen sein soll, eingeplant. Ist diese Summe realistisch? „Die Summe bezieht sich auf die Gesamtausbaustrecke des ersten und zweiten Bauabschnitts. Da aktuell die Vergabeverfahren für den zweiten Bauabschnitt und diverse Fachlose noch nicht abgeschlossen sind, können zum jetzigen Zeitpunkt hierüber keine belastbaren Aussagen getroffen werden", erklärt die RP-Sprecherin.

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