B 29: Freude über den Baufortschritt

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Es ist mächtig was in Bewegung an der B 29 zwischen Aalen und Essingen, die seit Oktober ausgebaut wird. Fast jeden Tag verändert sich an der Baustelle etwas, verändert sich die Landschaft. Auch hier im zweite Bauabschnitt, der eigentlich erst in zwei Jahren begonnen wird.
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Der vierspurige Ausbau der Bundesstraße zwischen Aalen und Essingen kommt gut voran – was schon getan ist und was noch getan werden muss.

Aalen/Essingen

Da fährt man fast gern in den Stau", sagt der Essinger Bürgermeister Wolfgang Hofer. An der B-29-Baustelle zwischen Aalen und Essingen gehe es derart rasch vorwärts, dass es schon beinahe interessant sei, die täglichen Veränderungen zu beobachten, wenn sich der Verkehr mal wieder staut. Dort baut eine Arbeitsgemeinschaft von Bauunternehmen aus der Region – Rossaro, Haagbau und Stark – derzeit die B 29 aus.

Ein wesentlicher Teil der großen Baumaßnahme liegt auf oder am Gewerbegebiet Dauerwang, das Aalen und Essingen gemeinsam entwickelt und dafür 1988 den Zweckverband "Gewerbegebiet Dauerwang" gegründet haben. Aus diesem Grund wollten Vertreter des Regierungspräsidiums den Mitgliedern dieses Zweckverbandes – neben den Verwaltungsspitzen überwiegend Gemeinderäte von Aalen und Essingen – am Montag berichten, was an der großen Baustelle schon getan ist und was noch getan werden muss. Anstelle von Mitarbeitern des Regierungspräsidiums gab der Geschäftsführer des Zweckverbandes, Andreas Niegel, einen Überblick über den Bau, der in zwei Abschnitte unterteilt ist.

Was derzeit läuft: Im ersten Bauabschnitt geht es um den Bereich – grob gesagt – zwischen den Anlagen der Gärtnerei Welzel und dem Ausbesserungswerk des Bahnbetreibers Go Ahead in Essingen. Die Baufirmen haben das Baufeld freigemacht und schieben den Oberboden ab. Ein Verbreiterungsstreifen in Fahrtrichtung Mögglingen ist bereits gebaut. Der Verkehr ist entsprechend anderweitig geleitet worden. Damit der weiche Boden dort stabiler wird, bringen spezielle Fahrzeuge Weißfeinkalk ein, um den Boden zu verfestigen.

Parallel dazu laufen Arbeiten entlang der Landesstraße L 1165, die von der B 29 in Richtung Essingen führt. Und schließlich wurde und wird an der Baugrube für eine Brücke über die B 29 gearbeitet. Dies alles sind Arbeiten, die in diesem Jahr bereits gelaufen sind oder derzeit laufen.

Da ist ziemlich Dampf drin.

Thilo Rentschler Aalener Oberbürgermeister

Was insgesamt geplant ist: Insgesamt geht es um den Ausbau der B 29 auf künftig vier Fahrstreifen auf einer Länge von 3,5 Kilometern. Im ersten Bauabschnitt, der in diesem Jahr begonnen wurde, wird die Straße auf vier Fahrspuren mit Standstreifen ausgebaut. Zudem wird die Anschlussstelle für Essingen gebaut, ein komplexes Bauwerk, bei dem die L 1165 vom Süden her und die L 1080 vom Norden her über die neue Bundesstraße geführt werden. Im Gebiet Stockert wird zudem ein Kreisverkehr gebaut.

Insgesamt geht man im Regierungspräsidium davon aus, dass der erste Bauabschnitt binnen dreier Jahre, also bis Oktober 2023 abgeschlossen wird. Im Anschluss daran folgt der zweite Bauabschnitt. Dass dieser bereits – zumindest ein bisschen – begonnen wurde, darauf wies Bürgermeister Hofer am Montag hin: Im Bereich von Essingen werden rund 30 000 Kubikmeter Boden abgetragen, die als Rampe für ein Brückenbauwerk in Abschnitt zwei auf Höhe der Firma Lobo gebraucht werden. "Wir fahren ja nicht den Dreck weg und nachher wieder her", erklärte Hofer die aus seiner Sicht pragmatische Vorgehensweise.

Der Aalener Oberbürgermeister Thilo Rentschler freut sich über den raschen Fortgang der Arbeiten an der Baustelle – nachdem man "jahrzehntelang" auf den Ausbau gewartet habe, um den Verkehr auf der für die ganze Region wichtigen Achse flüssiger zu machen. Er freue sich auch für die Essinger, die dadurch entlasten würden und eine "Golden-Gate-Bridge" bekämen. Und Rentschler hofft, dass es für Böbingen – letzte Engstelle in Richtung Stuttgart – auch noch eine rasche Lösung gebe. Zudem lobte Rentschler seinen Essinger Amtskollegen Hofer, der sehr oft auf der Baustelle präsent sei und so für eine Art Baucontrolling sorge. Rentschler: "Da ist ziemlich Dampf drin."

Zahlen und Daten zum B-29-Ausbau

Gesamtkosten: Das Regierungspräsidium rechnet mit Baukosten von insgesamt 47,5 Millionen Euro.

Bauzeit: Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Bauarbeiten in den beiden Abschnitten bis Ende des Jahres 2024 abgeschlossen werden können.

Länge: Insgesamt geht es um einen Ausbau auf 3,5 Kilometern Länge. Das Ende der Baustrecke liegt im Bereich der Einmündung in die Daimlerstraße in Aalen. Dort wird der Ausbau an die Westumgehung Aalen angeschlossen.

Eigentlich erst später dran: Aber weil im ersten Teil der Bauarbeiten Aushub anfällt, wird dieser für Rampen auf Höhe der Firma Lobo verwendet, die später gebaut werden.

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