B 29: sechs Fragen und Antworten

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Grafik: ca / Quelle: Stadtlandingenieure
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Am 12. Oktober ist Spatenstich für den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 29 zwischen Essingen und Aalen. Wie die Pläne dafür aussehen.

Aalen/Essingen

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle: Im Fall der Bundesstraße 29 zwischen Böbingen und Aalen passt dieses Credo ganz gut. Pünktlich zur Remstal-Gartenschau, 2019, wurde die Mögglinger Ortsumfahrung fertig. Nun, am 12. Oktober, ist Spatenstich für den ersten Bauabschnitt der Strecke Aalen/Essingen.

Was ist in diesem Teil genau geplant? Wie werden Essingen und Forst an die B 29 angeschlossen? Und was bedeuten die Bauarbeiten für Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer? Die Schwäbische Post hat dem Regierungspräsidium (RP) Stuttgart sechs Fragen gestellt.

  1. 1 Wie wird der Verkehr aus Norden und Süden auf Höhe Essingen an die B 29 angebunden? Der Verkehr von Norden (aus Richtung der L 1080 vom Ortsteil Forst) und von Süden (aus Richtung der L 1165 von Essingen) wird über die neue Anschlussstelle (AS) Essingen an die B 29 neu angeschlossen. Die AS Essingen wird ungefähr auf Höhe der heutigen L 1080 eingerichtet und besteht aus zwei Brücken über die Bahnlinie und der neuen B 29, dem Kreisverkehr Stockert sowie Ein- und Ausfahrrampen auf die neue B 29.
  2. 2 Der Bauabschnitt 1 macht den Anfang. 20,5 Millionen Euro sind dafür eingeplant. Welche konkreten Veränderungen sind innerhalb des ersten Bauabschnitts (BA) geplant? Die bislang einspurige B 29 wird einen zweispurigen Straßenquerschnitt, also zwei Fahrspuren je Fahrtrichtung, erhalten. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des ersten BA ist die Herstellung der AS Essingen, die eine Überführung der L 1165 beziehungsweise L 1080 über die neue B 29 vorsieht. Zusammen mit dem Kreisverkehr Stockert werden damit die querenden Verkehrsströme entflechtet und die Verkehrsabwicklung in diesem Bereich der B 29 deutlich verbessert.
  3. 3 Wie werden die Höfe (Talhof, Sofienhof) nach dem Ausbau der B 29 erreichbar sein? Der Talhof und der Sofienhof werden mittels zwei Brücken über die Bahnlinie und die neue B 29 auf Höhe des Umspannwerkes an die Humboldt-/Daimlerstraße angebunden.
  4. 4 Wie wird das Gewerbegebiet Dauerwang an die B 29 angeschlossen? Das Gewerbegebiet Dauerwang wird über die neue AS-Aalen-West an die neue B 29 angeschlossen. Die AS-Aalen-West wird auf Höhe der Firma LOBO eingerichtet und besteht aus einer Brücke über die neue B 29, dem Kreisverkehr Dauerwang sowie Ein- und Ausfahrrampen auf die neue B 29.
  5. 5 Die Lehbachbrücke auf Höhe der Gärtnerei Welzel führt über die zweispurige Bundesstraße. Ist die Brücke für vier Spuren zu schmal? Die Brücke, die auf Höhe der Gärtnerei Welzel bereits vorab von der Straßenbauverwaltung hergestellt wurde, ist Bestandteil der Gesamtbaumaßnahme und erfüllt damit bereits alle Erfordernisse, die sich aus dem Bau der neuen B 29 ergeben. Es werden also keine Änderungen am Bauwerk erforderlich.
  6. 6 Nun wird's spannend für Brummifahrer und Autofahrer: Der Ausbau soll unter laufendem Verkehr erfolgen. Wie wird der Verkehr im ersten Bauabschnitt geleitet? Hinsichtlich der Verkehrsabwicklung wurde darauf geachtet, dass die Bauabläufe so organisiert werden, dass es voraussichtlich zu keinen Vollsperrungen für den Verkehr kommt und dass der Verkehrsfluss im Zuge der B 29 so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Es werden zahlreiche Provisorien wie Überleitungen und seitliche Verbreiterungen im Zuge der Bauabwicklung errichtet. Gleich zu Baubeginn werden auf Höhe der Gärtnerei Welzel und auf Höhe der L 1080 zwei Verbreiterungen der B 29 hergestellt. Der Verkehr wird auch weiterhin auf der jetzigen B 29 und den Verbreiterungsstreifen fließen können, während die südliche Fahrbahn in Richtung Aalen hergestellt wird.

Das Regierungspräsidium will zu Änderungen der Verkehrsführungen rechtzeitig Informationen herausgeben.

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