B 29: vom Acker zur Megabaustelle

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B 29: die Megabaustelle zwischen Essingen und Aalen aus der Vogelperspektive.
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Der vierspurige Ausbau der Bundesstraße 29 zwischen Essingen und Aalen schreitet voran. Was passiert dort aktuell und wie schützen sich die Mitarbeitenden vor einer Coronainfektion?

Essingen

Er ist schon zu erahnen, der künftige Streckenverlauf der neuen Bundesstraße 29 zwischen der Gärtnerei Welzel und dem Ortseingang Essingens. Seit dem Baustart im Herbst 2020 hat sich das Areal von einer Ackerlandschaft in eine Megabaustelle verwandelt. Was aktuell passiert und wie sich die Mitarbeitenden vor eine Coronainfektion schützen, das erklärt Stefanie Paprotka, Sprecherin des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart auf SchwäPo-Anfrage.

1 Der „Blümlekreisel“:

Mit dem Bau des Kreisverkehrsplatzes „Blümle“ erfolgt der Lückenschluss zwischen der Abfahrtsrampe der B 29 und Essingen. Die Bauarbeiten am Kreisverkehrsplatz „Blümle“ befinden sich laut der Sprecherin zeitlich im Soll. Die Gesamtfertigstellung sei für Ende der Sommerferien geplant, also Mitte September.

Wer mit dem Auto rund um die Baustelle unterwegs ist, kann die Struktur des Kreisverkehrsplatzes bereits erahnen. „In den vergangenen Wochen wurden Randeinfassungen aus Beton- und Granitbordsteinen gesetzt, die den zukünftigen Straßenverlauf Richtung Kreisverkehrsplatz 'Stockert' vorgeben“, erklärt Stefanie Paprotka.

Leitungen und Radwege

Bis zur Fertigstellung müssten die Asphaltschichten eingebaut und die um den Kreisverkehr laufenden Geh- und Radwegeverbindungen hergestellt werden. Auch Versorgungsleitungen wie Telefon, Internet, Gas- und Wasser müssten verlegt sowie die Straßenbeleuchtung entlang des Kreisverkehrsplatzes errichtet und installiert werden.

Die Kosten des Kreisverkehrsplatzes „Blümle“ betragen rund 1,1 Millionen Euro, wie die Sprecherin bilanziert.

2 Bauarbeiten und Corona:

Wie schützen sich die Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter vor einer Coronainfektion? Laut Stefanie Paprotka gibt's ein Hygienekonzept, das überwacht und fortgeschrieben wird. Dafür gebe es Kontrollen der Berufsgenossenschaft und des eigens für die Baumaßnahme zuständigen Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators. „Die Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus drei Baufirmen, hat jeweils getrennte Mannschaftscontainer und separate Baustellentoiletten, sodass die Arbeitspausen getrennt nach der jeweiligen Baufirma gestaltet werden können.“ Zudem sei ein Großteil des Personals geimpft – dies sei auch zwei Impfaktionen zu verdanken, die eine beteiligte Baufirma organisiert habe.

3 Was aktuell passiert:

Vor Weihnachten wurde die Asphaltschicht der nördlichen Fahrbahnhälfte abgefräst. „Damit wurden die Voraussetzungen für die Entwässerungsarbeiten geschaffen, die kommende Woche beginnen“, erklärt die Sprecherin. Entlang des nördlichen Fahrbahnrands müsse auf eine Länge von rund 850 Metern ein Straßenentwässerungskanal verlegt werden.

Die Arbeiten an Brücken & Co. seien stark witterungsabhängig: Die Abdichtungsarbeiten an der Brücke über die Bahntrasse könnten nur bei einer Lufttemperatur von konstanten fünf Grad durchgeführt werden. „Da diese derzeit nicht vorherrschen, können diese Arbeiten noch nicht ausgeführt werden“, sagt Stefanie Paprotka.

4 Der zweite Bauabschnitt:

In zwei Abschnitte ist die Megabaustelle aufgeteilt: Bauabschnitt eins reicht von der Gärtnerei Welzel bis nach Essingen, Abschnitt zwei von Essingen zur Westumgehung. Der zweite Bauabschnitt soll laut der Sprecherin im Spätfrühjahr 2022 starten. „Das ist abhängig von der Dauer des Vergabeverfahrens und der erforderlichen Zustimmung des Bundesministeriums für Verkehr und Digitales“, betont sie. Der erste Bauabschnitt soll im Herbst 2023 abgeschlossen sein.

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  • In vier Jahren vierspurig
  • Seit 13. Oktober 2020 wird der Streckenabschnitt zwischen Essingen und Aalen ausgebaut. Der Beginn der Baustrecke liegt rund 1,1 Kilometer westlich der bestehenden Einmündung der L 1080 in die B 29 und schließt dort an die im April 2019 für den Verkehr freigegebene Ortsumfahrung Mögglingen an. Das Ende der Baustrecke liegt im Bereich Einmündung Daimlerstraße. Dort wird die ausgebaute Bundesstraße an den Abschnitt der bereits fertiggestellten Westumgehung Aalen angeschlossen. Ende 2024 soll der vierspurige Ausbau planmäßig abgeschlossen sein.
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20 000 bis 30 000 Fahrzeugen nutzen die Bundesstraße 29 zwischen Essingen und Aalen täglich. Damit der Verkehr besser fließt, wird die Straße bis Ende 2024 vierspurig ausgebaut. Der künftige Kreisverkehrsplatz „Blümle“ ist bereits zu erkennen.

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