Arbeiten am Nadelöhr starten

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Kurz vor dem Ortseingang Essingens wird ein Kreisel errichtet. Die Gashochdruckleitung an der Gasstation ist bereits ummantelt – bald können also die Bagger rollen.
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Im Juni beginnt der Bau des Kreisels am Ortseingang Essingens. 13 000 Autos, Brummis & Co. benutzen die Bahnhofstraße an dieser Stelle täglich. Eine Umleitung ist nicht geplant.

Essingen

Etwa 1,3 Millionen Euro: So viel kostet der Kreisverkehrsplatz „Blümle“ mit allem drum und dran, der in Essingen in den kommenden Monaten gebaut wird. Los gehen soll es Anfang Juni. Die Kosten am Bau seien explodiert, sagte Bürgermeister Wolfgang Hofer in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Warum ist der Kreisel überhaupt nötig? Die SchwäPo hat nachgefragt.

Abbiegespur oder Kreuzung?

Bereits beim Bau des Penny-Markts sei klar gewesen, dass es irgendwann eine Verbindung zum Baugebiet „Saukopf“ geben muss, sagt der Bürgermeister. Das Problem: 13 000 Autos und Brummis nutzen demnach die Straße am Ortseingang täglich. „Für eine normale Kreuzung ist die Verkehrsmasse zu hoch. Auch eine Abbiegespur wäre wegen des Rückstaus nicht vorteilhaft“, erklärt Hofer. Die einzige Lösung: ein Kreisverkehr, der das westliche Baugebiet an den Ort anbindet. Für die Kreiselausfahrt im Osten gebe es noch keine Pläne, diese führe vorerst zur Gasstation und den Feldern; die anderen beiden Ausfahrten führen aus Essingen heraus in Richtung B 29 und in den Ort hinein zum Flammenkreisel.

Damit die Arbeiten an der Straße ohne Probleme starten können, sei bereits die Gashochdruckleitung ummantelt worden, denn diese müsse in Betrieb bleiben.

Die Ortseinfahrt (von Aalen kommend) ist ein Nadelöhr, wie Hofer sagt. Damit die Straße während der Bauarbeiten nicht gesperrt werden muss, wird eine Ersatzstraße über den Pennyparkplatz an der Baustelle vorbei errichtet – ein halbes Jahr soll diese genutzt werden. Sperrungen der Bahnhofstraße seien so nicht nötig. Wenn der Feinbelag aufgebracht wird, sei eine kurzzeitige Ampelregelung geplant.

Was passiert auf der B 29?

Wie ist die Lage auf der B-29-Großbaustelle kurz vor Essingen? „Derzeit finden Schal- und Bewehrungsarbeiten an den Brücken über die B 29 sowie über die Bahnlinie statt“, sagt Lisa Schlager, Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart, auf Anfrage. „Darüber hinaus gehen die Erdarbeiten zur Herstellung der Rampen für die Anschlussstelle sowie die Arbeiten im Kanalbau weiter.“

Die B 29 wird zwischen Essingen und Aalen in zwei Abschnitten vierspurig ausgebaut. Fertig soll alles Ende 2024 sein. Kosten: fast 50 Millionen Euro. Für den ersten Bauabschnitt sind 20,5 Millionen Euro eingeplant.

Für eine normale Kreuzung ist die Verkehrsmasse zu hoch.“

Wolfgang Hofer, Bürgermeister

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