B29: Das hat die Natur von dem Ausbau

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20,5 Millionen Euro kostet der erste Bauabschnitt zwischen Gärtnerei der Welzel und dem Bahnhof Essingen (mit L 1080 und L 1165) laut Regierungspräsidium Stuttgart. Starten sollen die Arbeiten im Herbst 2020. Archivfoto: opo
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Die Ausschreibungen für den B-29-Ausbau bei Essingen sind abgeschlossen. Das Regierungspräsidium erklärt, wie es nun weitergeht und welche Ausgleichsmaßnahmen geplant sind.

Essingen

Für Böbingen wird es ernst: Im August will der Bund entscheiden, ob die Gemeinde einen Tunnel für die B29 bekommt. Und auch für Essingen wird's ernst: Dort rollen bald die Bagger an, und der vierspurige Ausbau der B29 startet.

Doch wie ist der Stand der Planungen? Sind die Ausschreibungen bereits abgeschlossen? Und welche Ausgleichsmaßnahmen sind für die Natur geplant? Die Schwäbische Post hat bei Julia Kässer, Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart, nachgefragt.

Im März starteten die europaweiten Ausschreibungen für den B29-Ausbau. Sind diese nun abgeschlossen?

Julia Kässer: Die notwendige Prüfung und Wertung der Angebote beim Regierungspräsidium Stuttgart und beim Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg ist abgeschlossen. Der Vergabevorschlag wurde bereits dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vorgelegt.

47,5 Millionen Euro waren für den Ausbau geplant. Bleibt es dabei?

Aktuell liegen die geplanten Gesamtkosten für die Maßnahme im genehmigten Kostenrahmen von. Das Ausschreibungsergebnis für den ersten Bauabschnitt (B 29 zwischen Gärtnerei Welzel und Bahnhof Essingen, mit L 1080 und L 1165) hat unseren erwarteten Kostenansatz von 20,5 Millionen Euro bestätigt, sodass wir bei derzeitigem Planungsstand an den Gesamtkosten festhalten können.

Im März hieß es auf SchwäPo-Anfrage, dass der Baubeginn im September oder Oktober ist. Gibt's nun ein konkretes Datum?

Nach aktuellem Stand wird der Baustart im Herbst 2020 erfolgen. Ein genauer Termin steht aktuell noch nicht fest.

Wirkt sich die Corona-Krise auf die Arbeiten aus?

Nach derzeitigem Kenntnisstand werden keine negativen Auswirkungen auf den Bauablauf erwartet.

Ist die B29 während des Umbaus befahrbar?

Es wurde darauf geachtet, dass die Bauabläufe so koordiniert werden, dass aktuell keine Vollsperrungen geplant sind und dass der fließende Verkehr auf der B29 so gering wie möglich beeinträchtigt wird.

Und wann können die ersten Autos über die neue Straße fahren?

Der Fertigstellungstermin für die Gesamtmaßnahme ist nach aktuellem Kenntnisstand für Ende 2024 vorgesehen.

Für den Ausbau wird viel grüne Fläche zerstört. Welche Ausgleichsmaßnahmen sind geplant?

Es werden zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt. Unter anderem sind vorgesehen: die Förderung der naturnahen Entwicklung der Remsaue sowie von Sauerbach und Katzenbach, Gehölz- und Baumpflanzungen, die natürliche Sukzession von ehemals intensiv genutzten Bereichen, der Rückbau versiegelter Flächen, die Kompensation der Mehrversiegelung, der Schutz von Biotopen und der naturnahe Umbau des Katzenbachs.

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