B29: Das passiert auf dem Areal

+
Die B29-Baustelle bei Essingen.
  • schließen

Mitte August wird Essingens Ortseingang gesperrt. Im September steht auf der B-29-Baustelle eine Brückenhochzeit an. 2024 könnte Spatenstich für das Riz sein.


Essingen. Das Ziel ist gesetzt: Bis zum Ende der Sommerferien soll es eine durchgängige Verbindung von Essingen bis nach Forst geben. Der Weg führt dann über den Blümleskreisel zum Kreisverkehr „Stockert“, von dort geht es über zwei Brücken weiter zum Kreisel „Streichhoffeld“ im Industriegebiet. Bis Dezember soll die 1,15 Kilometer lange Trasse zwischen der Gärtnerei Welzel und dem Essinger Bahnhof fertig sein. Kosten: etwa 22 Millionen Euro.

Seit Oktober 2020 baut das Regierungspräsidium Stuttgart die Bundesstraße 29 zwischen der Gärtnerei Welzel und der Anschlussstelle Essingen vierspurig aus. Die südliche Fahrbahnhälfte der neuen B29 ist weitgehend fertig. Am Kreisel „Stockert“ werden aktuell die Anschlussstellen gebaut. Zudem wird an der Fahrbahn von Aalen in Richtung Stuttgart gearbeitet. Mitte September werden nach bisherigem Plan die Brücken über die B-29-neu und über die Gleise miteinander verknüpft. 

Bis Ende 2024 sollte die Bundesstraße zwischen Essingen und Aalen komplett vierspurig ausgebaut sein - eigentlich. Probleme bei der Ausschreibung verzögern den Zeitplan um ein Jahr. Die Bagger verlassen das Areal also vermutlich Ende 2025. Die fünf Bieter verstießen laut Regierungspräsidium gegen die allgemeinen Vergaberichtlinien, die Angebote waren daher nicht wertbar. Der zweite Bauabschnitt (von Essingen bis zur Spedition Brucker) wird nun erneut ausgeschrieben. Bis Dezember sollen die Arbeiten vergeben sein, im März 2023 könnten diese starten.

Nicht nur direkt an der Bundesstraße wird gewerkelt. Auch an Essingens Ortseingang stehen Arbeiten an. Denn von 15. August bis 2. September wird die Bahnhofstraße vom Flammenkreisel bis zum neuen Blümleskreisel gesperrt. Wege am Rand werden gebaut, Leitungen tiefer gelegt und der Belag erneuert. Aus Sicherheitsgründen ist dies nur mit einer Sperrung möglich. Lastwagenfahrerinnen und -fahrer müssen das Gebiet großräumig umfahren. Eine Notumleitung gibt es über Hermannsfeld und über den Alten Herweg vorbei am Wertstoffhof. Nach Essingen gelangen Verkehrsteilnehmende über Dauerwang. Zu Fuß oder mit dem Rad gibt‘s Zugang zum Getränkemarkt und zum Discounter am Ortseingang. Von Essingen aus können die Betriebe nicht mit dem Auto angefahren werden. Von der Bundesstraße her sind diese erreichbar.

Ein weiteres Projekt ist am Rande der B 29 geplant. 2024 könnte der Spatenstich für das Remstal Innovationszentrum, kurz Riz, zwischen der alten Bahnhofstraße und der Brücke nach Forst sein. In dem 38 Meter hohen Gebäude – das ist ungefähr so hoch wie der iLive-Tower in Aalen – gibt es  Platz für Dienstleistungen, ein medizinisches Versorgungszentrum, Büros, Start-ups und Gastronomie. 11 000 Quadratmeter Nutzfläche gibt’s in dem sechs stöckigen Gebäude, das von einem Investor aus Dinkelsbühl geplant wurde. Etwa 30 Millionen Euro steckt dieser in das Projekt.

Zurück zur Übersicht: Essingen

Kommentare