Böbingen: Mutter lässt Tochter bei 27 Grad im Auto 

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Symbolfoto

Eine Zeugin wurde auf das verschwitzte Mädchen, das zudem mit einer schwarzen Fleecedecke zugedeckt war, aufmerksam. 

Böbingen. Eine Zeugin verständigte am Mittwochnachmittag gegen 14.20 Uhr die Polizei, nachdem sie auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in einem Pkw ein Kleinkind bemerkt hatte, welches verschwitzt mit rotem Gesicht im Fahrzeug saß und schrie.
Trotz der herrschenden Hitze war das Kind mit einer schwarzen Fleecedecke zugedeckt. Die Frau ging zunächst in ein angrenzendes Cafe, um dort nach der dem Fahrzeughalter zu suchen. Als dies ohne Erfolg blieb, begab sie sich in einen angrenzenden Baumarkt und ließ den Fahrzeughalter ausrufen. Danach ging sie zu dem Fahrzeug zurück, wobei sie nun von einer weiteren Zeugin begleitet wurde.

Dieser gelang es, in einen kleinen Spalt des Fahrzeugfensters zu greifen und die Türe zu öffnen. Die beiden Frauen gaben dem Mädchen anschließend Wasser zum Trinken. Zwischenzeitlich traf auch die Mutter der Kleinen ein, die
sich gegenüber den ebenfalls eingetroffenen Polizeibeamten uneinsichtig zeigte und angab, lediglich zwei Minuten weggewesen zu sein. Das Kind habe sie – trotz 27 Grad Außentemperatur mit der schwarzen Decke zugedeckt – da dieses geschlafen habe. Die damit einhergehende Gefahr für das Kleinkind hatte sie offensichtlich nicht erfasst.

Hinweise der Polizei:

Das Auto kann für Kinder oder Tiere zur tödlichen Falle werden und stellt eine große Gefahr dar. Wer sein Kind oder Tier bei Hitze im geschlossenem Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos. Den Wagen im Schatten abzustellen und ein offener Fensterschlitz reichen nicht aus.

Tipps für Zeugen:

- Rufen Sie bei drohender Gefahr sofort die Polizei über 110 oder
die Feuerwehr über 112
- Falls möglich, wirken Sie beruhigend auf das Kind oder Tier ein
- Dokumentieren Sie die Situation mittels Foto- oder Videobeweis
- Greifen Sie selbst ein, wenn Sie Lebensgefahr vermuten

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