Brand im Streichhoffeld: Feuerwehr übt Szenario in Essingen

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Zum Abschluss der Übung wurde mit drei Schläuchen und Messgeräten die Wasserlieferfähigkeit des öffentlichen Leitungsnetzes getestet, um Daten für eventuelle Einsätze zu bekommen.
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Erste Hauptübung der Essinger Wehr nach drei Jahren. Löschen und Retten im Zusammenspiel mit der Abteilung Lauterburg.

Essingen

Ein Brand, der bei Arbeiten auf einem Hallendach der Firma Gabo-Stahl im Gewerbegebiet Streichhoffeld entstand, war das Szenario für die erste Hauptübung der Essinger Feuerwehr seit drei Jahren. Geübt wurde das Zusammenspiel der Abteilung Essingen und der Abteilung Lauterburg, dazu kam die große Drehleiter der Abteilung Wasseralfingen. Im Einsatz waren 43 Kräfte und fünf Fahrzeuge der Wehren.

Als um 15.04 Uhr der Alarm ausgelöst wurde, warteten am Firmengelände bereits der stellvertretende Abteilungskommandant Paul Schnell, der die Übung kontrollieren sollte, und einige geladene Gäste, wie Kameraden der Alterswehr, und Angehörige der aktiven Mitglieder.

Das angenommene Szenario: Bei Arbeiten an der PV-Anlage auf dem Dach war ein Brand ausgebrochen, auf zwei Hallendächern saßen fünf Arbeiter fest, die von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr gemimt wurden. Zwei weitere Personen waren durch Rauchentwicklung im Bürotrakt eingeschlossen.

Die ankommenden Kräfte wurden eingewiesen, schnell und präzise bereiteten sie Rettungs- und Löschmaterialien vor, legten von einem Wasserrohr der Landeswasserversorgung eine Wasserzufuhr. Mit der großen Drehleiter der Wasseralfinger Abteilung, die angefordert worden war, wurden die ersten Personen vom Dach geholt, zwei Teams, mit C-Rohr und Sauerstoff ausgerüstet, drangen in die Büros vor. Von dort retteten sie die beiden festsitzenden Personen. Eine weitere Gruppe legte zudem einen weiteren Schlauch vom rund 600 Meter entfernten Löschwasserteich des Gewerbegebietes.

Mit der Drehleiter wurden in der Zwischenzeit die beiden Personen vom zweiten Dach geholt.

Erkenntnisse über Wasserbedarf

Ein weiterer Bestandteil war, mit Messgeräten zu eruieren, wie viel Wasser die Leitung der Landeswasserversorgung für Einsätze liefern könne. So spritzten zwischenzeitlich drei Teams Wasser auf das Lager der Firma. Festgestellt wurden 1068 Liter pro Minute. „Für Fabrikgebäude dieser Größe sind aber bis zu 3200 Liter pro Minute nötig“, sagte Paul Schnell. Nun wisse man, dass bei solchen Einsätzen Zusatzleitungen vom Löschwasserteich und eventuell woanders her notwendig seien.

„Wir sind froh, wieder richtig üben zu können“, sagte er. Und: „Die Übung ist sehr gut gelaufen.“

Der Stellvertretende Abteilungskommandant Paul Schnell dokumentierte und kontrollierte den Ablauf der Übung auf dem Firmengelände detr GABO-Stahl.
Insgesamt zwei Personen wurden aus einem Bürotrakt geborgen.

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