Brennende Fragen an Abgeordnete

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Silvia Breher und Roderich Kiesewetter standen im Gasthaus Rose Rede und Antwort. Foto: glo
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Silvia Breher steht im Gasthaus Rose in Essingen Rede und Antwort und überzeugt mit klaren Worten.

Essingen

Auf ein Wort mit Silvia Breher“ war der Titel eines Vortrags, der am Montag im Gasthaus Rose stattgefunden hat. Breher, die seit 2017 als direkt gewählte Bundestagsabgeordnete der CDU und stellvertretende Bundesvorsitzende im Bundestag sitzt, hat auf Einladung von Parteikollege Roderich Kiesewetter (MdB) auf dem Weg in den Urlaub einen Zwischenstopp in Essingen eingelegt.

Grundlage für die Veranstaltung ist die momentan angespannte Lage, die Inflation, die sich in allen Gesellschaftsschichten niederschlägt und sowohl junge Menschen wie Senioren gleichermaßen trifft.

Rollenbilder aufbrechen

Als Vorsitzende der Arbeitsgruppe für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der Bundestagsfraktion steht Silvia Breher für das Aufbrechen des gesellschaftlichen Rollenbildes.

Die aus dem Oldenburger Münsterland stammende Politikerin, die auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, nach eigenen Angaben viele Handwerker in ihrem familiären Umfeld hat und zudem in vielen Vereinen und Organisationen ehrenamtlich tätig ist, kennt die Sorgen und Nöte der Menschen um sie herum.

„Moin“, begrüßt sie in der voll besetzten Rose die Zuhörer und bezeichnet sich selbstbewusst als Landei.  Friedrich Merz mache einen guten Job, nehme alle mit und binde alle ein.

Natürlich darf auch der Seitenhieb auf die Regierungsparteien nicht fehlen, die aus ihrer Sicht an zu vielen Stellen ohne Konzept seien. Silvia Breher mag keine langen Vorträge halten, sagt sie selbst, und kommt schnell zum Punkt. Beispielsweise in ihrer Sicht auf den momentanen Stand der CDU als Oppositionspartei, der Frage, was die CDU ausmacht und warum sie in der Partei ist. Eine persönliche Fragerunde sei ihr viel wichtiger, denn nur so könne man erfahren, was unter den Nägeln brennt, macht Breher deutlich.

Politik müsse von unten nach oben stattfinden. Das heißt, dass die Gremien in den Kommunen die Nöte der Menschen in die Bundespolitik tragen müssten.

Zu viel Bürokratie, zu wenig Zeit für die eigentliche Arbeit im Bereich der Pflege und Erziehung, war Thema. Aber auch die Landwirtschaft mit all ihren Sorgen wegen vieler Regularien und dem Druck, möglichst billig zu produzieren, um auf dem Markt bestehen zu können.

Viele brennende Fragen

„Warum schaffen wir es nicht, mehr Frauen in die Entscheidungsgremien zu bringen?“ kam eine Frage von den Zuhörern und warum es immer noch Diskriminierungen gebe bei den Steuerklassen zwischen Mann und Frau. „Wie schaffen wir es, die Preise auf dem Wohnungsmarkt zu senken, damit auch junge Familien zu einem Eigenheim kämen?“. „Warum stehen so viele Wohnungen leer im Ort?“ fragt eine Besucherin und gibt selbst die Antwort - „Weil das Mietrecht zu sehr auf der Seite der Mieter ist“.

Silvia Breher steht souverän Rede und Antwort, ist bei den Bürgerinnen und Bürgern und macht auch bei der Frage, wer wir als Mensch sind und was wir als Gesellschaft wollen, eine klare Aussage: „Es hat immer etwas mit dem handelnden Menschen zu tun. Politik ist Aufgabe von uns allen.“

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