Deponie Ellert soll wachsen

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Über der 2005 geschlossenen Deponie auf dem Ellert soll eine neue entstehen. Erste Pläne dazu gab es bereits 2016. Archivfoto: opo
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Die GOA und der Ostalbkreis planen, eine Deponie auf die bereits vorhandene Deponie zu setzen. Das sagen Essinger Gemeinderatsmitglieder dazu

Essingen

Die Deponie auf dem Ellert soll wieder in Betrieb gehen. Das verkündete Essingens Bürgermeister Wolfgang Hofer in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Die Gesellschaft des Ostalbkreises für Abfallbewirtschaftung, kurz GOA, wolle eine Deponie auf die bereits vorhandene Deponie legen. Erste Pläne dafür gab's bereits 2016, Anfang Juli kamen Landkreis und Goa laut Hofer wieder auf die Gemeinde zu.

Im Mai 2005 wurde die ehemalige Hausmülldeponie laut Sitzungsvorlage stillgelegt. Nun gehe es darum, eine Fläche, die bereits mit der benötigten Infrastruktur ausgestattet ist, weiter zu nutzen, sagte der Bürgermeister. Maximal 2,30 Meter höher werde die Anlage, wenn sie komplett aufgeschüttet sei, bilanzierte Hofer. "Es wirkt sich also optisch nicht so sehr aus."

Genutzt werden soll die Anlage für Material mit geringer Schadstoffbelastung, etwa Bauaushub. Wenn alles wie geplant verlaufe, werde die Deponie 2045 geschlossen. "Dann hat sich alles gesetzt und das Gebiet wurde kultiviert", erklärte Hofer.

Das lassen wir uns bezahlen.

Philipp Freiherr von Woellwarth Essinger Gemeinderat (FWV)

Der Haken: Da die Gebäude auf Gemarkung Mögglingen liegen und nur der Ellert auf Gemarkung Essingen, habe die Gemeinde von einer neuen Deponie nicht viel. "Wir bekommen eine Entschädigung, doch die Gewerbesteuer bleibt in Mögglingen", erklärte Hofer. Im Gemeinderat debattierten die Mitglieder, unter welchen Bedingungen sie der geplanten Deponie 2.0 zustimmen können. Klar war allen: es muss etwas für die Gemeinde rausspringen.

"Die GOA hat sich verpflichtet, die Deponie zu schließen und aufzuforsten. Das ist nicht geschehen. Nun wollen sie die Deponie auffüllen, das lassen wir uns bezahlen", betonte Philipp Freiherr von Woellwarth (FWV). Es gebe noch zig Fragen, die zu klären seien, sagte auch Professor Dr. Dieter Bolten (CDU). "Vom Grundsatz her ist die Idee aber richtig", so Bolten.

Die Rätinnen und Räte befürworteten den Plan der GOA mit einer Gegenstimme. Die Voraussetzung: "Die Rahmenvereinbarung mit dem Landkreis muss einvernehmlich geregelt werden und es muss Ausgleichszahlungen geben", sagte Hofer.

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