Der Kindergartenbesuch in Essingen wird teurer

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Die Elternbeiträge in den gemeindeeigenen Kindergärten in Essingen steigen.
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Das Gremium beschließt eine Beitragserhöhung um 3,9 Prozent. Warum die Kosten weiter steigen.

Essingen. Können die Elternbeiträge für die Kindergärten in Essingen in Zeiten von Krisen, Inflation und Krieg erhöht werden oder nicht? Für einen kleinen Teil des Essinger Gemeinderats steht fest: Können sie nicht. „Die Energiepreise steigen und ich spreche mich dafür aus, die Erhöhung auszusetzen, um Familien zu entlasten“, sagte Simone Funk in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Auch Beate Krannich und Stefanie Endig sind der Meinung, dass die Gemeinde den Eltern entgegenkommen müsse. Die Verwaltung will die Gebühren für den Kitabesuch ab September um 3,9 Prozent erhöhen, damit folgt sie einem Vorschlag des Städetags – überall im Ostalbkreis werden aktuell die Kindergartengebühren angepasst, etwa in Neresheim.

Essingens Gemeinderat hat 2020 zudem eine stufenweise Erhöhung der Kindergartenbeiträge um 25 Prozent beschlossen. Im Kindergartenjahr 2022/2023 erfolgt die letzte Anpassung um weitere neun Prozent.  

Auf Antrag aus dem Gemeinderat stimmten die Rätinnen und Räte darüber ab, ob die Beitragserhöhung um 3,9 Prozent für ein Jahr ausgesetzt werden soll – der Antrag wurde abgelehnt, mehrheitlich stimmten die Ratsmitglieder der Kostenanpassung zu.  „Man bekommt eine wahnsinnig gute Betreuung und das muss doch auch was kosten“, sagte Bürgermeister Wolfgang Hofer. Mit dem Angebot der frühkindlichen Bildung wird laut Vorlage ein „essenzieller Beitrag zur gesellschaftlichen Stabilisierung in der anhaltenden Krisenzeit geleistet“. Die Sicherstellung des Angebots schlage durch die Inflation, die sich auf Sach- und Investitionen auswirkt, zu Buche.

Eltern mit einem Kindergartenkind in den kommunalen Kindergärten zahlen laut Vorlage ab September 174 statt 154 Euro bei einer 30-Stunden-Woche; eine 35-Stunden-Woche kostet die Familie künftig 203 statt 183 Euro. Für den Besuch der Kita zahlen Eltern mit einem Kind bei einer 30-Stunden-Woche 410 Euro (395 Euro).

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