Die Essinger Trauben sind geerntet

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Nach getaner Arbeit schmeckt das Vesper besonders gut: das ehrenamtliche Helferteam. Foto: privat
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Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben auf dem gemeindeeigenen Weinberg die Lese übernommen. Hofer ist zufrieden mit Qualität und Quantität.

Essingen

Die Trauben sind gepflückt, die Weinlese ist vorbei. Fleißige ehrenamtliche Helfer und Helferinnen waren im Essinger Weinberg zugange und haben die Ernte eingebracht. Bürgermeister Wolfgang Hofer ist zufrieden mit Menge und Qualität.

„Der trockene und heiße Sommer hat den Trauben gut getan“, sagt er. Insgesamt 150 Kilogramm Ertrag und über 80 Grad Öchsle, das ist die Bilanz.

Nach der Ernte wurden die Trauben zum Weingut Aldinger nach Fellbach transportiert, zum Keltern. „Der Wein wird ausgebaut zum echten Remsquelltröpfle“, so Hofer. Der Jahrgang 2022 ist die vierte verwertbare Ernte des kommunalen Weinbergs. 2018 wurde das „Remsquelltröpfle“ zum ersten Mal in kleinen Flaschen abgefüllt und zur Remstalgartenschau 2019 präsentiert. „Wir waren überrascht, dass der Wein so gut schmeckt“, erinnert sich der Bürgermeister.

99 Stöcke „Solaris“

Die Überlegungen, einen Weinberg anzulegen, hatte es bereits 2013, als es um die Vorbereitung der Remstalgartenschau ging, gegeben. 2015 waren dann 99 Weinstöcke der resistenten Sorte „Solaris“ gepflanzt worden.

Dabei hatte die Gemeinde einen Experten zurate gezogen: Winzer Hansjörg Aldinger aus Fellbach betreute das anfangs nicht unumstrittene Weinberg-Projekt. Von Beginn an dabei ist auch Philipp Wagenblast. Der ehemalige Gemeinderat sorgt mit Bauhofleiter Günter Harsch für das gute Gedeihen der Rebstöcke.

200 Flaschen vom „Remsquelltröpfle“ wird es dieses Jahr wohl geben, schätzt Wolfgang Hofer. Allerdings sind sie unverkäuflich, denn die Gemeinde verwendet sie als Präsente.

Übrigens: Der Essinger Weinberg wird in dem gerade erschienenen Buch „RemstalWein“ auf vier Seiten ausführlich beschrieben. Darin begibt sich der bekannte Weinjournalist Rudolf Knoll auf eine reich bebilderte Reise durchs Remstal und stellt sämtliche Weingüter vor.

„RemstalWein“ ist im Einhorn-Verlag Schwäbisch Gmünd erschienen und kostet 28 Euro.

Gute Ernte: Die Lese im kommunalen Weinberg ist vorbei.

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