Die Musik spielt künftig in der Parkschule

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Die Essinger Gemeinschaftsschule bekommt eine Aula, die Musikschule zieht ins Obergeschoss.

Essingen. Als „Strahlemänner“ verließen der Rektor der Parkschule, Dr. Bernd Kinzl, und Musikschulleiter Richard Vogelmann den Sitzungssaal des Gemeinderats. Ihre Wünsche wurden erfüllt, vom Gemeinderat einstimmig abgesegnet. „Nach 42 Jahren etwas Neues, das ist super“, freute sich Vogelmann.

Zuvor hatten die Räte verhandelt, ob im Erdgeschoss der Parkschule eine Aula gebaut wird und die Musikschule ins Obergeschoss zieht; Gesamtkosten 3,411 Millionen Euro. Oder ob die Musikschule ins Erdgeschoss des alten evangelischen Gemeindehauses zieht und im Obergeschoss ein Bürgersaal entsteht; Gesamtkosten 3,7 Millionen Euro.

Den Ausschlag für die Entscheidung des Gemeinderats gab dann die Tatsache, dass das alte evangelische Gemeindehaus baulich sehr marode ist, was Architekt Mathis Tröster in seinem Vortrag deutlich machte. Bürgermeister Wolfgang Hofer betonte, dass für den Betrieb der Parkschule die Aula wichtig sei, da im Augenblick kein entsprechend geeigneter Versammlungsraum zur Verfügung stehe. Zudem könne dort der weggefallene Musikraum untergebracht werden und auch für die Vereinsarbeit genutzt werden.

Auch jene Ratsmitglieder, die bislang für den Standort des alten Gemeindehauses waren, schwenkten jetzt „pro Parkschule“ um. Sowohl der Verwaltungs-, als auch der Technische Ausschuss hatten ebenfalls zuvor für den Standort Parkschule plädiert.

„Wir haben dann ein modernes Haus“, sagte Bürgermeister Hofer. Das alte evangelische Gemeindehaus könne weiter genutzt werden, eventuell für Jugendräume oder fürs DRK. Allerdings müsse dies noch vom Baurechtsamt geprüft werden. Auf jeden Fall, so Hofer, werde man das alte Gemeindehaus „mit einem nur ganz geringen Aufwand herrichten“.

„Das alte Gemeindehaus wäre ein Risiko mit baulichen Fragezeichen“, meinte Helmut Borst. Auch die nackten Baukosten und die möglichen Synergien sprächen für den Standort Parkschule. Bei der Schule könne man in die Planungen einsteigen, realisiert werden müssten noch der Fachtrakt und der behindertengerechte Aufzug. Simone Funk schlug fürs alte Gemeindehaus nach Abriss private Wohnbebauung oder gewerbliche Nutzung vor. Es wäre untragbar gewesen, das Gemeindehaus zu sanieren, so Hans Blank. Auch könne man in der Parkschule hellere Räume erwarten.

„Die Musikschule gehört zur Schule“, befand Dr. Dieter Bolten. Es werde auch der Wunsch beider Schulleiter erfüllt.

„Die Musikschule braucht ihre eigene Adresse“, stellte Beate Krannich in den Raum. Architekt Tröster will hierfür einen „Eye-Catcher“ planen, damit die Musikschule Erkennbarkeitswert bekomme. Lothar Schell

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