Tag des Baumes: Ein Kennenlernen mit fünf Riesen

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Mehr als 400 Bäume und Sträucher wachsen in Essingens Schlosspark. Besucherinnen und Besucher, die sich für das Grün interessieren, können Ausschau nach den Namenstafeln halten, die an einigen Bäumen hängen. Wer genau hinschaut, erkennt die Blutbuchen-Gruppe rechts neben dem Gebäude.
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Der Aktionstag am 25. April soll daran erinnern, wie wichtig Bäume für Mensch und Natur sind.In Essingens Schlosspark wachsen besondere Exemplare.

Essingen

Sie gehören zu den ältesten (und größten) Einwohnern Essingens. Sie überstehen Stürme, Dauerregen und Frost. Mehr als 400 Bäume und Sträucher wachsen in Essingens Schlosspark, der etwa so groß wie 28 olympische Schwimmbecken ist. Zum Tag des Baums am Sonntag, 25. April, werden an dieser Stelle fünf Riesen vorgestellt.

„Den Schlosspark muss man lieben“, sagt der Essinger Heinz Bohn, der im Gartenschaujahr ein Buch über die Bäume im Park herausgebracht hat. Eine wichtige Aufgabe sei, die Anlage, die es seit 1900 gibt, für die kommenden 100 Jahre fit zu machen. Denn Trockenheit setzte den Bäumen, vor allem den Buchen, zu. „Viele Feste im Park sind langfristig schädlich für die Natur, das hat man nach der Remstal-Gartenschau gesehen“, sagt Bohn und fügt an: „ Bauhofleiter Günter Harsch kümmert sich hervorragend um die Bäume.“ Nun geht's aber wirklich ans Vorstellen der meterhohen Riesen – die Informationen stammen aus Bohns Buch.

1 Der Riesenmammutbaum: Eigentlich ist er in der Sierra Nevada in Nordamerika heimisch, doch auch im Schlosspark fühlt sich der Mammutbaum, der bis zu 90 Meter hoch werden kann, wohl. Die Rinde ist rissig und furchig und kann bei älteren Exemplaren 60 Zentimeter dick sein. Zu verdanken sind die immergrünen Nadelbäume König Wilhelm I. Er bestellte deren Samen bei den Amerikanern. Aufgrund eines Versehens schickten diese knapp 100 000 Samen – die Keimlinge wurden in der Wilhelma gezogen und als Jungpflanzen nach ganz Deutschland versendet.

2 Die Blutbuchen-Gruppe: Majestätisch sehen sie aus, die Blutbuchen in der Nähe der Schlossscheune. Für Bohn sind sie etwas Besonderes. „Man sieht sie bereits von Hohenroden aus“, sagt er. Für die Rotfärbung ist übrigens ein Farbstoff verantwortlich, der das Chlorophyll überdeckt.

3Die Trauerbuchen-Gruppe: Unweit der Blutbuchen wachsen die Trauerbuchen. Die bis zu 30 Meter hohen Bäume können eine 25 Meter breite Krone haben. Ganz ohne Laub sehen die Bäume fast gespenstisch aus. Lange kann es nicht mehr dauern, bis die etwa zehn Zentimeter langen Blätter wachsen.

4 Die Stechpalme: Vorsicht stachelig: Die Stechpalme hat, wie der Name schon sagt, Blätter mit gezackten Rändern. Doch von einer echten Palme kann nicht die Rede sein. Wie es zu dem Namen kam? In Erinnerung an den Einzug Jesu nach Jerusalem wurden früher Zweige der Stechpalme als „Palm“ geweiht. Übrigens: Die immergrüne Pflanze, an der leicht giftige Früchte wachsen, ist Baum des Jahres 2021.

5 Gewöhnliche Douglasie: 600 Jahre alt kann der immergrüne Baum werden. Die Nadeln an den Zweigen verströmen einen feinen Duft. An Bäumen, die älter als 20 Jahre sind, bilden sich zehn Zentimeter lange Zapfen.

Einen feinen Duft verströmen die Nadeln der gewöhnlichen Douglasie.
Ohne Laub sehen die Trauerbuchen fast gespenstisch aus. Die Bäume sind in Parks und – wegen der Form– auf Friedhöfen zu finden.
Die Blätter der Stechpalme, Baum des Jahres 2021.
Majestätisch ragt der Mammutbaum in die Höhe.

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