Ein Treffpunkt für Jung und Alt

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Sie arbeiten in der Bürgerbibliothek: Andrea Seminara, Brigitte Borst, Andrea Eberle-Horky und Gertrud Dümmler (v.l.) in der neu gestalteten Sitzecke.
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In der Bürgerbibliothek im Rathaus kann manunter 7000 Medien auswählen.

Essingen. Anfang Oktober öffnete die renovierte und neu gestaltete Bürgerbibliothek im Essinger Rathaus ihre Pforten. Dreimal pro Woche können hier große und kleine Leseratten aus einem Angebot von rund 7000 Medien auswählen – dank des Engagements von Brigitte Borst und einem großen Team von Ehrenamtlichen. Wie war die Resonanz in den ersten Wochen?

„Überwältigend“, sagt die Leiterin Brigitte Borst, „wir sind sehr zufrieden mit dem Besuch.“ Viele ältere langjährige Leser hätten sich über die Möglichkeit gefreut, wieder Bücher ausleihen zu können, zusammenzusitzen und sich zu unterhalten. Denn die neue Bibliothek soll auch ein Treffpunkt für Jung und Alt sein, betont die Leiterin. Eine gemütliche Sitzecke lädt daher zum Verweilen ein, es gibt Kaffee und Wasser auf Spendenbasis.

Vor allem aber freut sich Brigitte Borst über die vielen Kinder, die kommen, was wohl unter anderem daran liegt, dass die 54-Jährige auch in der Ganztagsbetreuung der Parkschule arbeitet. Unterstützung erhält sie von 14 Frauen und Männern, die ehrenamtlich aktiv sind. „Ein super Team, das gut zusammenpasst.“

Was motiviert die Ehrenamtlichen? „Ich lese seit meiner Kindheit leidenschaftlich gern und komme an keinem Buchladen vorbei“, sagt Andrea Eberle-Horky. Sie ist vor zwei Jahren nach Essingen-Forst gezogen. „Ich bin dabei, weil ich Kontakte knüpfen möchte“, ergänzt sie.

Gertrud Dümmler war bei der Remstalgartenschau 2019 ehrenamtlich aktiv. Außerdem war sie als Wahlhelferin tätig. Hauptamtsleiter Michael Gröner habe sie angesprochen, erzählt sie.

Andrea Seminara hat den Aufruf im Mitteilungsblatt gelesen, auch sie war bei der Gartenschau dabei. „Das hat Spaß gemacht. Warum nicht auch etwas anderes für die Gemeinde tun?“

Derzeit bereitet das Team die digitale Ausleihe vor. Momentan verwendet man noch Karteikarten. Anfang des neuen Jahres soll dann das digitale System an den Start gehen, das auch Verlängerung und Vorbestellungen online ermöglicht. Bis dahin gibt es noch viel zu tun.

Jedes Buch wird eingescannt und eingeordnet. „Das ist sehr zeitaufwendig“, sagt Brigitte Borst, die in Teilzeit angestellt ist. Geplant ist zudem die Gestaltung einer Homepage und einer Facebook-Seite.

Um Kinder für Bücher zu begeistern, will die Leiterin Kontakte zu Kindergärten und Schule pflegen. Erst kürzlich war eine zweite Klasse zu Besuch in der Bibliothek. Beate Krannich

Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr sowie Freitag von 9 bis 12 Uhr.

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