Einmal die Essinger Heimat umrunden

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Sie haben die Wanderstiefel geschnürt: Jürgen Richter, Margit Huber, Helmut Borst, Stephan Sienz und Renate Mack (v.l.) erkundeten zu Fuß die Gemeindegrenzen von Essingen.

Fünf lauffreudige Essinger haben auf Schusters Rappen innerhalb von 15 Stunden die Grenzen der Remsgemeinde "abgesteckt".

Essingen

Kaum zu glauben: Essingen ist größer als Ludwigsburg – zumindest was die Fläche betrifft. Die Remsgemeinde erstreckt sich über 5850 Hektar, die Residenzstadt dagegen "nur" über 4335 Hektar. So zumindest ist es in Wikipedia zu nachzulesen.

Fünf lauffreudige Essinger haben jetzt die Wanderstiefel geschnürt und ihre Heimatgemeinde entlang der Gemarkungsgrenzen umrundet. 15 Stunden reine Gehzeit benötigten sie für die rund 60 Kilometer.

Man kann jederzeit umkehren

Wie kam es zu dieser Idee? Die Gruppe traf sich bereits im Februar, um den Panoramaweg rund um Aalen zu absolvieren. Warum nicht auch solch eine Tour um Essingen herum planen? Das dachte sich Helmut Borst. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man hat keine Anfahrt und kann jederzeit zurücklaufen, zählt er auf. "Das war der Charme, an der Haustür loslaufen und wenn's reicht, geht man heim", sagt der Essinger.

Es war ein Supergefühl, als wir es geschafft hatten.

Stephan Sienz Teilnehmer der Heimatumrundung

So weit ist es aber nicht gekommen, wenn auch manches anders verlief, als ursprünglich geplant. 24 Stunden sollte die Wanderung dauern, deshalb marschierte man abends los. Und kam am frühen Nachmittag des folgenden Tages an, deutlich eher als vorgesehen. "Es hat keiner gewusst, wie lange das dauert. Mit 70 Kilometern haben wir gerechnet, 60 sind es dann geworden", erzählt Borst. Heute würde er die Tour am frühen Morgen beginnen. Das empfiehlt er jenen, die die Strecke nachwandern wollen. "Dann hat man das meiste Tageslicht."

Denn das fehlende Licht machte es den Wanderern zeitweise schwer, nachts die richtige Route zu finden. Trotz Stirnlampe, Landkarte und GPS. Manchmal habe man sich an den Lichtern der Höfe orientiert, sagt Helmut Borst. Und einmal hat sich die Gruppe so richtig verlaufen.

Dazu kommt, dass entlang der Gemarkungsgrenze nicht immer ein passender Weg oder eine Straße verläuft. So ging es manchmal auch querfeldein über eine Wiese.

An zwei Stellen der Route hatten die Wanderer vorher Autos mit Getränken abgestellt. Aber so ein richtiger Genuss war das gekühlte alkoholfreie Bier mitten in der Nacht wohl nicht. "Mit dieser Kälte hätte ich nicht gerechnet", sagt Stephan Sienz, "ein Glühwein wäre besser gewesen." Dennoch: "Es war ein Supergefühl, als wir es geschafft hatten", sagt Helmut Borst. Die nächste Wanderung ist schon in Planung.

Die Stationen der Essinger Heimatumrundung

Start der "Heimatumrundung" zu Fuß ist an der Ochsenhülbe, Nähe Theußenberg; vorbei geht es an Dauerwang, Schradenberg, Rauental bis zum Schwalbenhof (der nördlichste Punkt der Gemarkung). Dann weiter zum Freudenhöfle Richtung Westen, später nach Hermannsfeld.

Aufstieg am Wäschbach (Lautern) bis Parkplatz "Löchle" bei Lauterburg.

Um den Bärenberg herum nach Bartholomä und ins Wental (südlichster Grenzpunkt). Über Birkenteich, Grenzstockhütte, Wollenberg und Dickbandelhütte zurück zur Ochsenhülbe.

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