Entscheid über den Lärmaktionsplan

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Einige Essinger sehen in dem Lkw Verkehr, der durch den Ort geht eine Gefahr.

Eine Geschwindigkeitsreduzierung befürworten das Gremium und die Verwaltung gleichermaßen. Was nun die nächsten Schritte sind.

Essingen

In der vergangenen Sitzung diskutierte das Gremium über den Lärmaktionsplan der Gemeinde (wir berichteten). Hintergrund ist der hohe Kfz- und Lastverkehr auf den Ortsdurchfahrten in ganz Essingen und seinen Teilorten der zu Kritik und Beschwerden aus der Bürgerschaft geführt hat.

Im Zuge der Ausarbeitung des Lärmaktionsplanes wurde durch ein Fachbüro ein Lärmgutachten erstellt, welches Auskunft über die tatsächliche Lärmbelastung der betroffenen Anwohner der Ortsdurchfahrt gibt.

Untersucht wurden die Ortsdurchfahrten von Essingen, Lauterburg und Forst. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass vor allem in Essingen an die 100 Anwohner von erhöhtem Verkehrslärm betroffen sind.

Auch die Ortsdurchfahrten durch Lauterburg und Forst zeigen erhöhte Lärmwerte. Auf Grundlage des Lärmgutachtens und des bestehenden hohen Verkehrsaufkommens in den Ortsdurchfahrten war die Gemeinde verpflichtet, einen Lärmaktionsplan zu erstellen. Zusammen mit der Verwaltung hatte der Gemeinderat darüber hinaus Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrslärms zu beschließen und umzusetzen.

Eine Reduzierung der Geschwindigkeit ist dabei ein probates Mittel zur Lärmminderung und dient darüber hinaus der Verkehrssicherheit, befand der Gemeinderat. Bürgermeister Wolfgang Hofer legte einen Beschlussvorschlag der Verwaltung vor, in der die einzelnen Geschwindigkeitsreduzierungen in Essingen und den Teilorten Lauterburg und Forst aufgeführt waren.

So soll in Essingen innerorts vom Kreisel Blümle bis Schlosspark Tempo 40 gelten und vom Schlosspark bis Ortsausfahrt Richtung Lauterburg Tempo 30. Für die Ortsdurchfahrt Lauterburg schlug Bürgermeister Hofer durchgehend Tempo 40 vor und Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt Forst.

Der Gemeinderat stimmte dem Beschlussvorschlag der Verwaltung insgesamt zu. Gemeinderat Helmut Borst sah die klaren Vorteile in dieser Entscheidung: „Heute ist eine Abstimmung in der es keine Verlierer gibt. Langsames Fahren beruhigt den Verkehr und mindert den Lärm und trägt auch zur Verkehrssicherheit bei“, meinte Borst.

Gemeinderat Holger Franke sieht eine große Chance im Lärmaktionsplan: „Wir haben heute und jetzt die Chance an deutliches Zeichen an unsere Bürgerinnen und Bürger zu senden, dass uns ihr Wohl am Herzen liegt“, so Franke. Die Bürgerinitiative hat im Vorfeld der Gemeinderatssitzung an Bürgermeister Hofe reine Unterschriftenliste mit über 180 Unterschriften im Rathaus eingereicht.

Nach der Beschlussfassung des Gemeinderates wird die Verwaltung nun die entsprechenden Anträge zur Geschwindigkeitsreduzierung in den Ortsdurchfahrten Essingen, Lauterburg und Forst bei der Straßenverkehrsbehörde in Landratsamt Ost einreichen.

Heute ist eine Abstimmung in der es keine Verlierer gibt.“

Helmut Borst, Gemeinderat

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