Er kümmert sich um die Reben

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Hobby-Wengerter Philipp Wagenblast bei der Arbeit im Essinger Weinberg.
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Philipp Wagenblast sorgt dafür, dass es im kommenden Jahr ein „Remsquelltröpfle“ gibt. 99 Rebstöcke der Sorte „Solaris“ stehen auf dem Weinberg in Essingen. Ein Besuch.

Essingen

Wer vom Dorf in Richtung Remsquelle spaziert, kommt unweigerlich am gemeindeeigenen Weinberg vorbei. Hier wird fleißig geschafft. Philipp Wagenblast ist dabei Weinblätter zu entfernen, damit die Trauben Licht und Luft bekommen. Gerade die Durchlüftung sei wichtig, damit die Beeren nicht vom Mehltau befallen werden, sagt der Essinger.

99 Rebstöcke

99 Rebstöcke der Sorte „Solaris“ stehen auf dem Weinberg. Gute zwei Stunden habe es gedauert, bis alle Pflanzen entlaubt waren, erzählt Philipp Wagenblast. Unterstützung erhielt er von seiner Frau und der Enkelin. Nun sind die kleinen grünen Trauben sichtbar. „Sie sehen schön aus“, befindet der Hobby-Wengerter. Er freut sich, dass sie trotz des nassen und schwülen Wetters so gut gewachsen sind.

Auch Essingen kann's

Der Weinberg ist in gewisser Weise das „Kind“ von Philipp Wagenblast. Seine Idee war es, einen Weinberg für die Gemeinde Essingen zur Remstalgartenschau 2019 anzulegen. „Um den Winzern im unteren Remstal zu beweisen, dass am Remsursprung auch ein guter Wein wächst“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Es gab viele Skeptiker, als der Weinberg 2015 mit fachmännischer Hilfe von Hansjörg Aldinger vom gleichnamigen Fellbacher Weingut angelegt wurde. Die Lese 2018 war erfolgreich, 89 Grad Oechsle ergaben die Laborwerte. Pünktlich zur Gartenschau konnte 2019 das erste „Remsquelltröpfle“ präsentiert werden. Abgefüllt in 200 Flaschen á 0,375 Liter.

Längst sind die Skeptiker verstummt. Regelmäßig schaut Philipp Wagenblast am Weinberg nach dem Rechten. Er rechne mit einer guten Ernte, sagt der ehemalige Gemeinderat. „Wenn die Witterung mitmacht.“ Das bedeutet: kein Hagel und viel Sonnenschein. Und hoffentlich auch keine Kirschessigfliege, die die Trauben faulen lässt. Die Lese wird aufgrund des kühlen Frühjahrs später sein als sonst. Ende September, schätzt Philipp Wagenblast. Und wenn alles klappt, gibt es im nächsten Jahr wieder ein gutes „Remsquelltröpfle“.

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