Erlebnispädagogik im Alltag und Graffiti

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Isabell Rieg ist seit Oktober die neue Ansprechpartnerin in der JUBU, der Jugendbude in Essingen.
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Der Treffpunkt für Kinder und Jugendliche ist seit Anfang Oktober mit neuer Leitung geöffnet.

Essingen. Es ist wieder Leben in der Jugendbude. Nach langer Pause wurde der Treffpunkt für Kinder und Jugendliche Anfang Oktober endlich geöffnet – unter neuer Leitung. Ansprechpartnerin vor Ort ist Isabell Rieg. Die gelernte Erzieherin kommt aus Lindach und hat bisher im Schülerhort gearbeitet. An vier Nachmittagen pro Woche ist sie derzeit in der Jugendbude anzutreffen.

Während draußen einige Teenager Basketball spielen und andere auf dem Skaterplatz aktiv sind, spricht Isabell Rieg von ihren Erfahrungen der ersten drei Wochen und welche Ideen sie für die Zukunft hat. Der Eröffnungstag, ein Dienstag, sei mit etwa 30 Kindern und Jugendlichen sehr gut besucht gewesen. „Es war ein Kommen und Gehen. Viele waren froh, dass die Jugendbude wieder geöffnet hat“, erzählt die 28-Jährige. Zwischen 11 und 16 Jahre alt sei der Kern der Besucher, die inzwischen regelmäßig kommen.

Doch es gibt auch jüngere und ältere, das Spektrum reiche von 6 bis 19 Jahren. Was die Leiterin besonders freut: „Es geht harmonisch zu. Die Großen bringen den Kleinen etwas bei.“

Wenn das Wetter schlecht ist, können sich die jungen Gäste die Zeit mit Billard und Tischkicker vertreiben. Oder auf dem Sofa quatschen. Dazu gibt es Getränke und Snacks zum kleinen Preis. Essen und Trinken darf aber auch mitgebracht werden. Für die Herbstferien hat Isabell Rieg schon ein paar Ideen: Stockbrot und Würstchen grillen und eine Jubu-Olympiade sind geplant.

Eine weitere Idee, die sie außerdem verwirklichen will, ist die Verschönerung des Containers von außen. Der Impuls sei von den Jugendlichen selbst gekommen, sagt Rieg. Sie habe diesbezüglich schon Kontakt mit einem Graffiti-Künstler aufgenommen.

Für den Betrieb der Jugendbude hat die Gemeinde Essingen die Gesellschaft Epia aus Schwäbisch Gmünd engagiert. „Epia“ steht für Erlebnispädagogik im Alltag, stellt aber auch ergänzende Erziehungsangebote wie offene Jugendtreffs bereit.

Isabell Rieg arbeitet im Rahmen einer 60-Prozent-Stelle in Essingen. Die „restlichen“ 40 Prozent ist sie für epia in der ambulanten Jugendhilfe tätig und zu einem kleinen Teil in der Erlebnispädagogik.

Zweimal pro Monat schaut Lennart Steudle, zuständig für die Jugendarbeit bei epia, in Essingen vorbei. Für Isabell Rieg gehören regelmäßige Teamsitzungen dazu. Ein Azubi unterstützt die Arbeit in der Jugendbude.

Und was sagen die Jugendlichen zu dem Angebot? Sie schätzen das gemütliche Sofa und die Möglichkeit, Essen und Trinken zu kaufen. „Ich find’s gut, dass man hier mit Freunden abhängen kann“, sagt ein Junge.

„Es kommt gut, weil man hier Billard spielen kann“, meint ein anderer.

„Ich freue mich über alle, die hierherkommen“, ergänzt Leiterin Isabell Rieg. Beate Krannich

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