Bahnhalt: Essingen geht in die Offensive

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Verwaltung und Gemeinderat fordern einen Bahnhalt beim Bahnhof Essingen in direkter Nachbarschaft zu Go-Ahead.
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Der Gemeinderat befürwortete einstimmig die Reaktivierung des Bahnhalts beim Essinger Bahnhof. Wie gestern Abend argumentiert wurde.

Essingen

Der Zug ist noch nicht abgefahren“, lautet die Devise der Essinger für die Aktivierung des Bahnhalts. Bürgermeister Wolfgang Hofer setzte die Attribute „regional, zentral und vernünftig.“ Beim Personennahverkehr bestehe noch eine Lücke, Essingen sei in Sachen Bahnhalt dieser übergangen worden.

Hofer nannte aus seiner Sicht die Vorteile pro Essingen: Ein bestehender Bahnhof, Entwicklung neuer Fahrgast-Potenziale aus dem gesamten Umland, Vernetzung mit vielseitigen Pendler- und Verkehrsbeziehungen, auch die Schaffung von Park-und-Ride-Flächen könne durch die Inanspruchnahme vorhandener Flächen realisiert werden. Das Gewerbegebiet „Streichhoffeld“ entwickle sich weiter und es könne auch nicht sein, dass nach der Ansiedlung der Bahngesellschaft „Go-Ahead“ mit ihrem Wartungsstützpunkt fünfzig Mitarbeiter täglich im Stau mit dem PKW zum Bahnhof fahren müssten, anstatt gleich in Nachbarschaft mit der Bahn fahren zu können.

„Es gibt viele Vernunftgründe, dass der vorhandene Bahnhalt Essingen mit der vorhandenen Infrastruktur vorrangig aktiviert werden muss“, so der Bürgermeister. In diese Kerbe hoben unisono alle Gremiumsmitglieder.

Essingen ist der deutlich bessere Standort als Aalen-West.“

Stefanie Ending, Gemeinderätin

Eingefordert wurde mit Nachdruck „Erhörung bei Kreis, Land und Politik.“ Der Bahnhalt in Essingen sei „das richtige Signal im Zeichen des Klimawandels“, betonte Beate Krannich, und Dr. Dieter Bolten sah „genügend Nachfrage.“ Dr. Bolten schlug zudem die Installierung eines Verkehrsbeirats vor. Simone Funk sprach von „einem wichtigen Mosaikstein der Mobilitätswende“. Markus Beyeler befürwortete die jetzige Offensive, allerdings müsse „ein moderner Standort entwickelt werden.“ Stefanie Endig erklärte, Essingen sei der „deutlich bessere Standort als Aalen-West.“

Der Gemeinderat votierte einstimmig. Die Verwaltung wurde beauftragt, weitergehende Untersuchungen anzustellen, insbesondere eine Kosten-Nutzen-Analyse zu erstellen und diese mit den zuständigen Behörden abzustimmen.

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