Essingen: Junge Lebensretterinnen und Lebensretter gesucht

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Ein Schnellkurs für junge Lebensretter beim Ferienprogramm des Jugendrotkreuzes im vergangenen Jahr. Foto: privat
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Der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes in Essingen möchte wieder eine Jugendgruppe bilden. 

Essingen

Kinder und Jugendliche fürs Lebenretten überzeugen. Das hat sich der DRK-Ortsverein Essingen als Ziel gesetzt. Mit Spiel, Spaß und starkem Vereinsgefühl wollen die Rotkreuzler für Kinder und Heranwachsende von sechs bis 16 Jahren wieder ein Jugendrotkreuz (JRK) gründen. Davon soll auf lange Sicht nicht nur der Ortsverein etwas haben, sondern alle in Essingen.

Am Mittwoch, 1. Juni, soll das neue Jugendrotkreuz starten, bestätigt Timo Keefer, der seit über 20 Jahren DRK-Mitglied in Essingen ist. Im Zentralen drehe sich der Verein um die typischen Aufgaben des Roten Kreuzes. „Aber wir sind eine Jugendgruppe“, betont Keefer, „es geht auch darum, eine gute Zeit miteinander zu haben“. Bei den wöchentlichen Treffen werde nicht nur Erste Hilfe geübt, sondern auch ein gutes Miteinander im Verein gelebt, Werte vermittelt und die Gemeinschaft gepflegt.

Es geht auch darum, eine gute Zeit miteinander zu haben.“

Timo Keefer, DRK-Ortsgruppe Essingen

Dabei will der Verein für alle offen sein. „Manche fühlen sich vielleicht noch nicht in einem Verein aufgehoben und finden dann bei uns ihren Platz“, sagt der Rotkreuzler. Wer sich für Medizin interessiert oder Menschen helfen möchte, sei bei der geplanten Jugendgruppe an der richtigen Adresse. „Es ist nicht nur trockene Materie“, verspricht Keefer. Viel mehr sollen die Nachwuchssanitäterinnen und Nachwuchssanitäter Einblicke hinter die Kulissen kriegen. Geplant hierfür seien zum Beispiel Besuche im Rettungszentrum oder in Rettungswagen, „um zu zeigen, was zwischen der 112 und der Ankunft des Krankenwagens passiert“.

Mit Funkgerät auf Patrouille

Für die Kinder und Jugendlichen werde es allerdings nicht soweit kommen, dass sie bei DRK-Einsätzen helfen müssen. „Das dürfen sie auch gar nicht.“ Stattdessen sollen sie als Helferinnen und Helfer den Dienst der „großen“ DRKler kennenlernen. Zum Beispiel auf dem Pfingstreitturnier in Essingen. Dort könnten, sagt Keefer, die Nachwuchslebensretter mit Funkgerät und Erste-Hilfe-Ausrüstung auf Patrouille gehen und in die Arbeit des Roten Kreuzes hineinschnuppern.

Der Essinger DRK-Ortsverein sei mit seinen rund 70 Mitgliedern gut durch die Pandemie gekommen, in der viele Vereine Mitgliederschwund oder fehlende neue Mitglieder beklagten. Dennoch soll das Jugendrotkreuz den Verein nachhaltig stärken und dafür sorgen, dass regelmäßig Jugendrotkreuzler in den aktiven Dienst wechseln. Je mehr, desto besser. Das kann im Zweifel Leben retten: „Je schneller jemand vor Ort ist, desto größer sind die Überlebenschancen oder Heilungschancen.“

Das erste Treffen des JRK in Essingen ist am Mittwoch, 1. Juni, um 17 Uhr in der Parkschule Anmeldungen unter jrkessingen@web.de

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