Essingen: Remstal-Innovations-Zentrum entsteht

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Das Remstal-Innovations-Zentrum, kurz Riz, wird zwischen der B 29 und dem Ortseingang Essingens gebaut (rot markiert) gebaut. Der bisherige Zeitplan: 2024 könnte der Spatenstich für das Projekt sein, 2025 könnte das Gebäude eingeweiht werden.
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Etwa 30 Millionen Euro investiert ein Immobilienentwickler in das das Remstal-Innovations-Zentrum, das vor dem Ortseingang Essingens entstehen wird.

Essingen

Remstal-Innovation-Zentrum, kurz Riz: So heißt der Komplex, der in den kommenden Jahren zwischen der Bundesstraße 29 und Essingen entsteht. „Mit dem Bau der B 29 und dem Riz nimmt der Ortseingang eine neue Gestalt an“, sagte Bürgermeister Wolfgang Hofer am Montag bei der Vorstellung des Projekts.

Seit 2016 gibt’s Überlegungen, wie das Filetstück zwischen der alten Bahnhofstraße und der Brücke, die über die B 29 nach Forst führen wird, bebaut werden kann. Fußgängersteg, Parkhaus, Reaktivierung des Bahnhalts und mehr – „wir haben damals in einer Bürgerversammlung bunte Pläne für das Gebiet an die Wand gehängt“, sagte Hofer.

Vor etwa einem Jahr wurden aus „bunten“ Plänen konkrete Überlegungen. Ein Immobilienentwickler aus Dinkelsbühl, der namentlich noch nicht genannt werden möchte, überzeugte Verwaltung und Gemeinderat mit seinem Konzept.

Gebäude soll „auffallen“

Der Auftrag der Gemeindeverwaltung: etwas bauen, das auffällt, das eine „Landmarke“ ist. „Dass der Komplex an dieser zentralen Lage, mitten im Ostalbkreis, ein beachtliches Gebäude werden muss, liegt auf der Hand“, sagte Hofer. Es solle auffallen – im „angenehmen Sinne“, fügte der Investor hinzu, der aktuell das Visioplex – ein Freizeit- und Dienstleistungszentrum in Dinkelsbühl – betreut. Das Remstal-Innovations-Zentrum soll einmal für die Ostalb stehen, wie Ljuba Aurelie Stelle betonte. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin der Alpha Immobilien GmbH und für die Vermarktung und Kommunikation des Projekts verantwortlich.

"Dass der Komplex an dieser zentralen Lage ein beachtliches Gebäude werden muss, liegt auf der Hand.“

Wolfgang Hofer Bürgermeister

In dem 38 Meter hohen Gebäude – das ist ungefähr so hoch wie der iLive-Tower in Aalen – gebe es etwa Platz für Dienstleistungen, ein medizinisches Versorgungszentrum, Büros, Start-ups und Gastronomie, sagte der Investor. Geplant seien mehrere Restaurants, eines davon auf der Dachterrasse. „Da wird man eine wahnsinnig tolle Aussicht haben“, schwärmte Hofer. Für Mitarbeitende im Industriegebiet werde es zudem ein Essensangebot geben.

Bauhaus-Stil und Nahwärme

Errichtet werden soll das Gebäude im Bauhaus-Stil, die Räume werden lichtdurchflutet sein, wie der Immobilienentwickler erklärte. Zwei Tiefgaragenstockwerke, PV-Anlagen und eine E-Tankstelle seien geplant. „Wir wollen den Komplex im Niedrigenergiestandard bauen und wenn möglich ökologische Baustoffe verwenden.“ Auch die Nutzung von Nahwärme sei im Gespräch.

Etwa 30 Millionen Euro steckt der Investor in das Projekt. Gebaut wird es auf einer Fläche, die dem Land und der Gemeindeverwaltung gehören. Von diesen kauft der Investor das Areal ab. Unterstützung bei der Planung erhält er von der Gemeindeverwaltung, wie Hofer erklärte.

Bis sich Ärztinnen, Ärzte, Firmen & Co. im Riz angesiedelt haben, dauert es noch. „Wir müssen uns am Baufortschritt des B-29-Ausbaus orientieren“, sagte der Investor, der eine Fertigstellung Mitte 2025 für realistisch hält.

11 000 Quadratmeter Nutzfläche

Für die Räume indes gebe es bereits Interessentinnen und Interessenten, sagte Ljuba Aurelie Stelle. Wie das Innere des Komplexes später im Detail aussieht, könne im Moment noch nicht genau gesagt werden. „Wir können nur in Quadratmetern kommunizieren.“ Denn das Innenraumkonzept werde in den kommenden Monaten erstellt. 11 000 Quadratmeter Nutzfläche gebe es im siebenstöckigen Gebäude, bilanzierte der Investor.

Für Hofer steht fest: „Das Riz wird als wichtiger Treffpunkt für Gesundheit, Arbeit, Innovation und Freizeit einzigartige Synergien ermöglichen.“

Sieben Stockwerke wird das Remstal-Innovations-Zentrum haben. „Es wird nicht aussehen wie ein Krankenhaus“, betont der Investor. Die Fassade werde daher etwas anders aussehen, als auf der Visualisierung abgebildet. Visualisierung: Alpha Immobi

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