Essingen: „Schwätza bei ra Supp“ gestartet

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Heute gibt es Chili con Carne: Margit Schoffer, Eugen Huber, Marianne Sturm, Susanne Lipp, Martin Braig und Ernst Lipp (v.l.) gehören zum ehrenamtlichen Küchenteam. Foto: BK
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Seit Anfang November läuft die Aktion „Schwätza bei ra Supp“, bei der Ehrenamtliche von „Essingen hilft“ jeden Dienstag im Gemeindehaus für andere kochen. Wie das bei den Gästen ankommt.

Essingen

Am Dienstagvormittag geht es im evangelischen Gemeindehaus geschäftig zu. Ernst Lipp und Eugen Huber stehen in der Küche und braten Hackfleisch an. Marianne Sturm und Margit Schoffer schneiden Baguette auf, während im Saal die Tische vorbereitet werden. Susanne Lipp und Martin Braig platzieren hier Getränke, Gläser und Servietten.

Auch eine adventliche Dekoration schmückt den Tisch. Schließlich sollen es die Gäste schön haben, wenn sie zum Mittagessen kommen.

Bereits die vierte Woche läuft die Aktion „Schwätza bei ra Supp“. Immer dienstags kocht ein Team von neun Ehrenamtlichen ein Gericht, das auf Spendenbasis ausgegeben wird. Das Angebot stößt auf große Resonanz. Anfangs startete das Küchenteam mit 30 Essen, inzwischen plant man 60 Portionen ein. Meistens gibt es Suppe, jede Woche eine andere. Erbsensuppe und Kürbissuppe kamen schon auf den Tisch. Heute steht Chili con Carne auf dem Speiseplan. Acht Kilogramm Fleisch und sechs Kilogramm Tomaten werden dafür verarbeitet, neben Mais, Kidneybohnen und Paprika. Die „Chefköche“ Eugen Huber und Ernst Lipp probieren die Gerichte im Vorfeld zu Hause aus und rechnen dann die benötigten Zutaten hoch, damit die Menge passt. Eingekauft wird nach Absprache und in den Geschäften vor Ort. Die unterstützen die Aktion mit großzügigen Rabatten und Spenden.

Zwei Stunden später sind alle Tische besetzt. Die Mittagsgäste, es sind vornehmlich ältere Menschen, lassen sich das Essen schmecken und noch einen Kaffee hinterher. Was schätzen sie an dem Angebot? „Geselligkeit, Gemeinschaft, der kleine Plausch mit Freunden und Bekannten. Und das  Essen schmeckt auch“, sagen zwei Seniorinnen. „Man sitzt nicht allein zu Hause“, findet ein Senior. Die Gemeinschaft spielt auch bei den Ehrenamtlichen in der Küche eine große Rolle: „Das ist alles Teamarbeit“, sagt Ernst Lipp.

Die Suppenaktion ist ein Angebot von „Essingen hilft“, einer Initiative der evangelischen Kirchengemeinde. Die Idee habe man von der „Marktsuppe“ in Aalen übernommen, erzählt Koordinator Torsten Krannich. Drei Dinge sind dem Pfarrer wichtig: „Wir wollen einen niedrigschwelligen Ort der Begegnung schaffen, ein gutes, günstiges Essen ermöglichen und einen warmen Ort anbieten.“

„Schwätza bei ra Supp“ ist immer dienstags von 12 bis 13.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, Hauptstraße 1. Die Aktion wird – mit einer Weihnachtspause – voraussichtlich bis Ende Februar 2023 fortgeführt.

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