Essingens Gemeindeverwaltung spendet 6000 Euro

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Wolfgang Hofer (li) übergibt im Rahmen der Lokalen Agenda 21 Spenden an Pfarrer Andreas Frosztega (kath. Kirchengemeinde), Pfarrerin Gisela Fleisch-Erhardt (ev. Kirchengemeinde Lauterburg) und Pfarrer Torsten Krannich (ev. Kirchengemeinde Essingen). Fot
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Die Gemeinde fördert Projekte der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden mit 6000 Euro. Diese Aktionen werden unterstützt.

Essingen.

Seit nunmehr 21 Jahren unterstützt die Gemeindeverwaltung im Rahmen ihrer Lokalen Agenda 21 Eine-Welt-Projekte der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden Essingen und Lauterburg. „Diese Projekte werden unterstützt, weil wir sicher sind, dass das Geld auch direkt bei ihnen ankommt“, verwies Bürgermeister Wolfgang Hofer bei der Scheckübergabe auf die direkten und persönlichen Kontakte der Kirchengemeinden zu den Projekten vor Ort. Insgesamt 6000 Euro Förderung hatte der Gemeinderat bewilligt, fast ein Euro je Einwohner, wie Hofer anfügte. Erstmals hatten auch Bürgerinnen und Bürger Initiativen vorschlagen können.

Die Projekte

Die evangelische Kirchengemeinde Essingen unterstützt mit den 2000 Euro ein Kinderheim in Elim in Südafrika, zusammen mit dem Posaunenchor Essingen. In dem Heim werden 50 Kinder und Jugendliche mit spastischer Lähmung und anderen Behinderungen betreut. Mit dem Geld und weiteren Spenden von Kirchengemeinde und Posaunenchor sollen spezielle Betten für Menschen mit Behinderung und weitere Einrichtungsgegenstände beschafft werden.

2000 Euro erhielt auch die evangelische Kirchengemeinde Lauterburg. Mit 1000 Euro unterstützt sie in Indien unter anderem ein Heim für christliche Mädchen und junge Frauen, die unter religiöser Verfolgung leiden. Sie können dort eine Schule besuchen und eine Ausbildung absolvieren. Weitere 1000 Euro der Kirchengemeinde fließen in die Missionsarbeit bei den Kadiweu-Indianern in Brasilien. Dort arbeitet das Ehepaar Gerhard und Lidia Kern, das aus Lauterburg stammt. Mit dem Geld soll der Kauf eines Grundstücks für den Bau eines Saales für die Kirche der Indianer angegangen werden.

Die katholische Kirchengemeinde gibt die erhaltenen 2000 Euro zur Hälfte an die Gemeinde in Mylampully in Südindien. Die Kirchengemeinde dort hat, auch mit Eigenleistungen, eine neue Kirche gebaut. Der Betrag wird zum Abzahlen der Kosten benötigt. Der zweite Teil des Betrages geht an das „Dächerprojekt“, das der dortige Pfarrer Sebastian ins Leben gerufen hat. Zwei Flutkatastrophen in dem Gebiet in den Jahren 2018 und 2019 haben große Schäden verursacht. Mit dem Projekt sollen Familien zumindest behelfsmäßige Unterkünfte mit einfachen Dächern erhalten.

„Man sieht, dass es in vielen Gebieten unserer Erde unendliches Leid gibt, da tut ein bisschen Hilfe aus dem reichen Deutschland Not“, sagte Hofer bei der Scheckübergabe.

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