Essingens Verkehrsader wird gesperrt

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Wer nicht unbedingt durch Essingen fahren muss, sollte dies ab Montag, 17. August, vermeiden. Die Remsbrücke in der Nähe des Gasthauses "Rose" muss erneuert werden – dazu ist eine Sperrung des Areals nötig. Grafik: ca/Archivfoto: opo
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Das Areal rund um die Remsbrücke wird bis Ende Oktober gesperrt. Für den Schwerlastverkehr ist die Gemeinde tabu. So kommen Autofahrerinnen und -fahrer durch Essingen.

Essingen

Wolfgang Hofer steht vor Essingens Gasthaus "Rose", blickt auf die Straße und runzelt die Stirn. Grund für seine Miene ist die Sperrung der Remsbrücke, die am Montag, 17. August, startet. "Das ist eine wichtige Verkehrsader", betont der Bürgermeister, an dem in den vergangenen Minuten zig Autos vorbeigefahren sind. Etwa 7000 bis 8000 Autos, Motorräder und Lastwagen düsen laut Hofer täglich über die Hauptstraße.

Doch damit ist für die kommenden Wochen Schluss. "Der Durchgangsverkehr wird durch den Ort umgeleitet und der Schwerlastverkehr großräumig über Mögglingen, Heubach und Bartholomä", sagt Hofer. "Ich hoffe, dass sich alle daran halten."

Was ist geplant? Die Gemeinde Essingen und das Land Baden-Württemberg werden ab Montag im Unteren Dorf werkeln. Das Land erneuere die Remsbrücke, sagt der Bürgermeister. Und: "Sie machen den Belag von der Friedhofstraße bis zur Remsbrücke neu." Etwa zwei Tage könnten Autofahrerinnen und -fahrer dann auch diesen Abschnitt nicht nutzen. "Das wir eine Herausforderung", gibt der Bürgermeister zu.

Das Land investiert laut Regierungspräsidium rund 140 000 Euro in die Sanierungen, die von der Firma Awus-Bau aus Aalen umgesetzt werden.

Ich erwarte nicht, dass alles reibungslos klappt.

Wolfgang Hofer Bürgermeister

Die Gemeinde will das Setzerareal neu ordnen und nutzt die Sperrung, um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Es entstehen bei der "Rose" eine barrierefreie Bushaltestelle und eine Querungshilfe, wie Hofer erklärt. Die Gemeinde asphaltiere zudem die Straße von der Remsbrücke bis zum Riedweg neu. "Wir wollen die Bauarbeiten so schnell wie möglich abschließen. Unser Ziel ist, Ende Oktober fertig zu sein." Die Sanierungen, die von der Firma Haag-Bau aus Neuler umgesetzt werden, kosten die Gemeinde etwa 300 000 Euro, bilanziert der Bürgermeister.

In den kommenden drei Monaten werde auch das Setzergebäude (Hauptstraße 35) in der Nähe der "Rose" abgebrochen. "Dann kann's mit der Wohnbebauung losgehen." Auf dem Areal gebe es Platz für zwei größere Häuser und ein Gästehaus für Besucher der "Rose", sagt Hofer.

Eng, enger, Umleitung: Die innerörtliche Umleitung führt vom Unteren Dorf über die Brühlgasse, den Galgenweg, die Limesstraße und von dort zum Flammenkreisel. "Es wird sehr eng sein", betont Hofer. Zumal die Straßen für so viel Verkehr nicht ausgelegt seien. "Auf die Baustelle muss sich jeder einstellen." Der Bürgermeister empfiehlt jedem und jeder – soweit möglich – zu Fuß oder mit dem Rad von A nach B zu kommen.

Zwei landwirtschaftliche Betriebe gebe es innerhalb der Umleitung. "Die müssen raus können, das muss irgendwie gehen", sagt Hofer, blickt noch einmal auf die Hauptstraße und sagt: "Ich erwarte nicht, dass alles reibungslos klappt."

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