Essinger Bürgerstiftung will’s wissen 

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Ralf Schiehle ist Vorsitzender der Bürgerstiftung. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern organsiert er die Kaminabende, die in der Schlossscheune starten.
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Drei Kaminabende starten die Mitglieder der Bürgerstiftung in der kommenden Woche. Gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung sollen die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger umgesetzt werden.  

Essingen. Wie könnte Essingen in zehn Jahren aussehen? Was läuft gut in der Gemeinde, was schlecht? Das wollen die Mitglieder der Bürgerstiftung in der kommenden Woche herausfinden. Sie starten drei Kaminabende in der Schlossscheune und laden unterschiedliche Gruppen dazu ein – Seniorinnen und Senioren, Jugendliche, Gewerbetreibende und mehr. „Wir wollen erfahren, was in Essingen bewahrt werden soll und was fehlt“, sagt Ralf Schiehle. Er ist der Vorsitzende der Essinger Bürgerstiftung. „Wir wollen uns mit den Gruppen unterhalten und so die unterschiedlichen Blickwinkel kennenlernen“, so Schiehle weiter. Moderiert werden die Abende von Dr. Rainer Lächele und Dr. Christof Morawitz, der die Idee dazu hatte.  


Mit Mitgliedern des DRK habe er bereits gesprochen, erzählt Schiehle. „Sie wünschen sich, dass das Ehrenamt mehr wertgeschätzt wird und haben einen Vereinstag mit Konzert vorgeschlagen.“ Zudem hätten sie Sorge, dass die Identität der Gemeinde durch den Abriss historischer Gebäude verlorengeht, so der Vorsitzende. 


Die Ergebnisse der Treffen wollen die Mitglieder der Bürgerstiftung aufarbeiten und Bürgermeister Wolfgang Hofer und dem Gemeinderat präsentieren. „Wir hoffen, dass wir bei der Gemeinde ein offenes Ohr finden und wir die Anregungen gemeinsam umsetzen.“ Wichtig ist ihm, dass die Aktion nicht einmalig bleibt. „Es soll ein stetiger Prozess sein und wir wollen dranbleiben.“ 


Für Schiehle gibt’s in der Gemeinde an der Remsquelle eigentlich schon alles, was das Herz begehrt. „Wir haben eine gute Schule, tolle Sportstätten, eine ärztliche Versorgung und viel Wald. Uns geht’s richtig gut hier.“ Doch sich darauf auszuruhen, das sei falsch. Wo Essingens Entwicklung hingeht, könne er nicht sagen. Er wünscht sich für die Zukunft, dass die Identität der Gemeinde bewahrt wird und dass zwar Wohnraum zur Verfügung gestellt wird, aber alte Substanzen erhalten werden. Er könne sich zudem ein kleines Tourismusbüro in Essingen vorstellen. „Vielleicht in Kombination mit einem Dorfhaus, in dem Feste gefeiert werden können“, so Schiehle. maro 


Die Bürgerstiftung Essingen unterstützt seit ihrer Gründung im Jahr 2007 diverse Projekte für Jugendliche und Senioren, für Kultur, die Natur und soziale Zwecke. Der Vorstand leitet die Stiftung und wird vom Stiftungsrat kontrolliert. Beide Gremien arbeiten ehrenamtlich. 

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