Fangfrischer Fisch aus der "Forellenzucht Remsquelle"

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Marion und Klaus Allgaier betreiben die "Forellenzucht Remsquelle".
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Marion und Klaus Allgaier bieten Fische aus artgerechter Haltung. Das traditionelle Handwerk und die naturbelassene Zucht schmecken Fischfreunde auf den Tellern.  

Essingen. Fangfrischer Fisch aus dem Ostalbkreis? Das klingt erst einmal komisch. Wer würde der schwäbischen Alb schon eine maritime Note attestieren? Marion und Klaus Allgaier gelingt das. Sie betreiben zwischen Essingen und Lauterburg die „Forellenzucht Remsquelle“. Etwas versteckt in den Gerwiesen haben sie ein Idyll geschaffen, dass Können, Kulinarik und Klimaschutz vereint.

Familie Allgaier und ihre Forellenzucht müssen als Gesamtbild gesehen werden. Die Fische schwimmen in klarem Quellwasser, die Besatzdichte, also die Menge der Fische im Teich, ist überschaubar und das Futter quasi handverlesen. Das schmeckt der Fischfreund. Wer hier seinen frischen Fisch kauft, kann ihn sich regelrecht aussuchen. Marion Allgaier schnappt sich den Kescher und fischt zwei Forellen aus dem Teich. Lange Wege gibt es nicht. Regenbogenforellen, Lachsforellen und Bachsaiblinge verkauft das Paar, das mit traditionellem Handwerk und artgerechter Tierhaltung bei den Kunden punktet. Chemische Zusätze haben im Quellwasser nichts verloren. Bei Allgaiers gibt es keine Turbozucht. Der Fisch darf in Ruhe wachsen.

Diese Ruhe überträgt sich auf den ganzen Ort, der vorweihnachtlich, von Raureif bedeckt zu einem Besuch einlädt. Lauschig erscheint einem das Forellenstüble, das in den Wintermonaten geschlossen ist und nur von Mai bis Oktober besucht werden kann. Es bedarf nicht viel Fantasie, wenn Marion Allgaier davon erzählt, dass in den Sommermonaten am Wochenende der Grill angefeuert wird. Sofort baut sich das Bild eines geselligen Abends mit Freunden und Familie auf. Der Duft der gegrillten Fische scheint einem beim bloßen Gedanken an einen warmen Sommerabend in die Nase zu steigen. Ein großer Abenteuerspielplatz direkt neben der Forellenzucht und eine 400 Meter lange Kugelbahn lassen auch die jungen Gäste schnell zu Allgaier-Fans werden.

Sowieso dreht sich die Uhr etwas langsamer im Fischgeschäft an der Remsquelle. „Direkt nach dem Schlachten sollte der frische Fisch mindestens fünf Stunden ruhen bevor er zubereitet wird“, sagt Marion Allgaier. Zwei Tage ist er im Kühlschank haltbar. Wer es lieber geräuchert mag, darf gewiss sein, dass Allgaiers auch hier ihr Handwerk verstehen. Die frischen Fische werden nach alter Rezeptur eingelegt und über Buchenholz und Wacholder geräuchert. Räucherfisch ist bis zu einer Woche im Kühlschrank haltbar. Schwer vorstellbar, dass ein Fischliebhaber bis zu einer Woche mit dem Verzehr warten kann, wenn die Forelle schon im eigenen Kühlschrank liegt und nur darauf wartet auf köstliche Art und Weise zubereitet zu werden. Die Forelle bietet unzählige Möglichkeiten, den Gaumen zu verwöhnen. Ob als Curryforelle mit Reis, mit Meerrettich und rote Linsen, mit dem Pürierstab verfeinert zu einem Forellenmousse mit Garnelen oder etwas klassischer mit Kartoffeln und einem Kräuterdip mit Dill. Die klassische Variante, zubereitet mit dem Tipp der Profis kann ich selbst getestet nur wärmstens und warm empfehlen: „Den gekühlten Räucherfisch, in der Haut, vor dem Verzehr im Backofen bei 50 bis 80 Grad etwa fünf Minuten anwärmen. Dadurch entfaltet sich das volle Räucheraroma und das Fischfleisch wird herrlich zart.“

Hier schmeckt's: Die Forellenzucht Remsquelle

Besonders beliebt: Die über Buchenholz und würzigem Wacholder geräucherte Regenbogenforelle.

Das Schmankerl: Während der Weihnachtszeit gibt es fangfrischen Aal aus der Remsquelle.

Das teuerste Gericht: Die gegrillte Forelle mit Kartoffelsalat für 15,50 €

Das günstigste Gericht: Eine Rostbratwurst im Brötchen für 3€.

Sitzplätze: Das Forellenstüble bietet Platz für bis zu 30 Personen.

Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 14 Uhr bis 17 Uhr, Samstag von 10 Uhr bis 17 Uhr und an Sonntagen und Feiertagen von 10 Uhr bis 13 Uhr. Das Forellenstüble öffnet wieder von Mai bis Oktober.

Frischer Fisch ist zwei Tage im Kühlschrank haltbar, geräucherter bis zu einer Woche.
Die Forellenzucht Remsquelle zwischen Essingen und Lauterburg.
Auch an die jungen Besucher denken Marion und Klaus Allgaier.
Frischer Fisch ist zwei Tage im Kühlschrank haltbar, geräucherter bis zu einer Woche.

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