Gemeinderat Essingen: Gasthaus "Ritter" und WC der Parkschule waren Thema

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In der Ratssitzung ging es um die Parkschule und das Gasthaus.
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Die Sanierung der Parkschule in Essingen geht in die nächste Runde. Auch eine weitere Fluchttreppe ist Thema. In der Sitzung sprechen die Rätinnen und Räte erneut über das Gasthaus „Ritter“.

Essingen

Wird an den Musiksaal in der Parkschule eine Fluchttreppe angeschlossen oder nicht? Diese Frage beschäftigte die Gemeinderätinnen und -räte in der jüngsten Sitzung.

Mit einer Treppe könnten Vereine den Raum nutzen, ohne ist dies aus brandschutztechnischen Gründen nicht erlaubt, wie Wolfgang Hofer erklärte. Denn: Mit Treppe könnten sich dort bis zu 400 Menschen treffen, ohne zwischen zwölf und 16. Zwei Varianten wurden in der Sitzung vorgestellt. Nummer eins, eine „monströse Anlage“, ist eine Metallaußentreppe an der Südseite des Gebäudes. Kosten laut Vorlage: 114 000 Euro. Nummer zwei, eine Außentreppe an der Westseite der Schule, verglichen die Ratsmitglieder mit einem „Affenkäfig“ – damit Schülerinnen und Schüler die Treppe nicht nutzen (außer im Brandfall), müsste um diese ein Käfig gebaut werden. Kosten: 77 000 Euro laut Vorlage. Für die Rätinnen und Räte kommen beide Varianten nicht infrage. Nun soll geprüft werden, so der Tenor, ob ein zweiter Fluchtweg über einen Durchbruch in das Zimmer nebenan zulässig ist. 2000 Euro habe der Statiker gekostet, der das Gutachten erstellt hat, bilanzierte Hofer.

Wir wollen nicht nur eine Bettenstadt sein.“

Stefanie Endig, Gemeinderätin, zum Thema Zukunft des Ritterareals

Sanierung Parkschule: Weiter geht’s mit der Sanierung der Parkschule.

Einstimmig hat der Rat beschlossen, die Ausschreibung der Bauarbeiten für die Sanierung der WC-Anlagen zu veranlassen. Für 1,2 Millionen Euro sollen diese laut Hofer zwischen den Osterferien und dem Beginn des neuen Schuljahres saniert werden – auch der Brandschutz wird verbessert.

Margit Huber (FWV) erkundigte sich, warum die neuen Vorhänge für die Räume fast 18 000 Euro kosten. Hofer: „Das sind spezielle Brandschutzvorhänge.“

Erneut war die Zukunft des Gasthauses „Ritter“ Thema im Rat. Markus Beyeler (CDU/Freie Bürger) stellte den Antrag, dass ein Berater oder eine Beraterin des Landratsamtes in einer der kommenden Sitzungen über Ensembleschutz spricht – dieser wurde angenommen. „Es ist sinnvoll, einen Referenten einzuladen, der darüber informiert, wie man das Gebäude schützen kann“, sagte er. Hofer betonte, dass außer dem Abriss des Stalles auf dem Areal aktuell nichts passiere.

„Es lohnt sich, dass wir einen Finger darauf haben, es ist das letzte Ensemble für die Gemeinde“, sagte Professor Dr. Dieter Bolten (CDU/Freie Bürger).
Jürgen Richter, Mitglied der CDU/Freien Bürger, brachte den moralischen Aspekt ins Spiel. Der Investor habe das Areal ohne einen Ensembleschutz gekauft. Dieser könne nun nicht ohne Weiteres eingefordert werden – „wir haben damals auf das Vorkaufsrecht verzichtet“, sagte er. „Wir wollen nicht nur eine Bettenstadt sein“, betonte Stefanie Endig (FWV). Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, sich mit der Gestaltung zu beschäftigen, „sonst sind wir zu spät dran“. Hofer: „Hier wird vorauseilend etwas befürchtet, es gibt noch keine Pläne.“

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