Gewerbegebiet kontra Naturschutz

+
Das Gewerbegebiet soll wachsen, geplant ist die Erweiterung zwischen der Gärtnerei Welzel und Ritter-Recycling. Symbolfoto: pixabay
  • schließen

Das Gewerbegebiet „Streichhoffeld“ in Essingen soll erweitert werden – nicht alle Räte begrüßen das.

Essingen. Im Essinger Gewerbegebiet „Streichhoffeld“ will sich ein Unternehmen niederlassen. Auf sechs Hektar soll eine Produktions- und Lagerhalle mit integrierter Bürofläche entstehen. Das Problem: Im Gewerbegebiet bei Forst und in den anderen Gewerbegebieten in Essingen ist kein Platz für den Neubau, wie aus der Gemeinderatsvorlage hervorgeht. Das Gewerbegebiet „Streichhoffeld“ soll daher in westliche Richtung erweitert werden. Am Donnerstag empfahlen die Rätinnen und Räte die Änderung des Flächennutzungsplans dem Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Aalen-Essingen-Hüttlingen, der sich am Dienstag, 26. Juli, trifft.

Trotz der einstimmigen Empfehlung: Nicht alle Mitglieder sind von dem Vorhaben angetan. Das Erweiterungsgebiet – zwischen der Gärtnerei Welzel und Ritter-Recycling – liege in einer Frischluftschneise und sei schützenswert, sagte Stefanie Endig (Freie Wählervereinigung) und forderte einen Ausgleich für die versiegelte Fläche. Auch die Wasserralle, ein Vogel, der auf der Vorwarnliste gefährdeter Tiere steht, lebe dort. „Wir vernichten wertvollen Raum für die Landwirtschaft und die Natur.“ Endig plädierte dafür, das Auenwäldchen im Gebiet zu erhalten.

„Das Biotop haben wir ausgeklammert, das ist ein sensibler Bereich“, sagte Bürgermeister Wolfgang Hofer. Eine ökologische Bestandsaufnahme werde in den kommenden Monaten durchgeführt, betonte Hofer.

Auch Beate Krannich (Freie Wählervereinigung) ist hin- und hergerissen. „Auf der einen Seite brauchen wir das Gewerbe, anderseits haben wir aktuell eine Hitzewelle“, sagte sie.

Zurück zur Übersicht: Essingen

Kommentare