In Forst entsteht ein neues Baugebiet

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Geplantes Baugebiet in Essingen-Forst.
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Im „Kellerfeld II“ gibt's Platz für Mehr- und Einfamilienhäuser. Die Rätinnen und Räte stimmten dem Planentwurf zwar zu, waren sich aber trotzdem nicht einig.

Essingen. "Dorfgerecht“ soll die Wiese in Forst, gegenüber des Spielplatzes, bebaut werden, sagte Joachim Zorn, Geschäftsführer der Stadtlandingenieure Ellwangen in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Dem Planentwurf des Baugebiets „Kellerfeld II“ stimmten die Rätinnen und Räte zu – in einer Sache jedoch waren sie sich uneins. Die Gemeindeverwaltung schlägt ein beschleunigtes Bebauungsplanverfahren nach Paragraf 13 b vor. Dies ist ein Instrument, das schnell Wohnraum schafft. Vorteile des beschleunigten Verfahrens sind laut Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus unter anderem Erleichterungen im Hinblick auf die ansonsten vorgeschriebene, strenge Umweltprüfung und den Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft. Auf Anregung von Stefanie Endig stimmten die Rätinnen und Räte darüber ab, ob der Paragraf angewendet werden soll oder nicht. Das Ergebnis: Vorschlag abgelehnt mit zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung.

Einzel-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser könnten im „Kellerfeld II“ entstehen, sagte Zorn. Auf der ein Hektar großen Baufläche, das sind 12,5 Handballfelder, gebe es Platz für 14 bis 16 Häuser. Geplant ist das Baugebiet mit einer Erschließungsvariante – an eine Straße in Richtung Süden könnte, bei Bedarf, ein weiteres Baugebiet angeschlossen werden. Simone Funk regte an, die Bauplätze kleiner zu machen. „Boden ist ein wertvolles Gut in einer Gemeinde.“ Die Grundstücke seien im Durchschnitt 540 Quadratmeter groß, sagte Wolfgang Hofer. „Sie sind schon kleiner“, betonte der Bürgermeister.

Platz für Tiny Houses?

Jürgen Richter wollte wissen, ob auf dem Areal Tiny Houses entstehen könnten. Wenn man will, könne man ein zweigeschossiges Tiny House bauen, antwortete Hofer.

Nordwestlich des Baugebiets ist ein Bauernhof mit Biogasanlage, weitere landwirtschaftliche Betriebe sind in der Nähe. Strömen in das künftige Baugebiet Gerüche aus den Betrieben? Die Firma „Ima Richter & Röckle GmbH“ kommt in ihrem Gutachten zu dem Schluss, dass die Beurteilungswerte für Wohngebiete eingehalten werden. Am nordöstlichen Bereich sei der Beurteilungswert geringfügig überschritten.

Übrigens: Als Ausgleichsmaßnahmen für die Natur plant die Verwaltung laut Vorlage Nistkästen aufzuhängen und zwei Fledermauskästen anzubringen.

Bebauungsplan „Galgenweg-Süd“: Dem Bebauungsplan „Galgenweg Süd“ stimmten die Rätinnen und Räte in der jüngsten Sitzung zu. Die Ostalb-Wohnbau GmbH will dort vier Mehrfamilienhäuser und 26 Wohnungen bauen. Baubeginn für das Projekt könnte frühestens im Frühjahr 2022 sein, sagte Hofer in einer vergangenen Gemeinderatssitzung. „Die Bäume am Rand des Baugebiets werden erhalten“, betonte der Bürgermeister.

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