In Forst gibt's Platz für 16 Bauplätze

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Das künftige Baugebiet "Kellerfeld II" in Essingen-Forst. Beim Bau der Häuser wird darauf geachtet, dass diese genügend Abstand zu den Stromleitungen haben. Archivfoto: opo
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Die Rätinnen und Räte stimmen dem Planentwurf zu. Baugebiet wird im beschleunigten Verfahren aufgestellt.

Essingen. 12,5 Handballfelder (1 Hektar) groß ist das Baugebiet "Kellerfeld II" in Forst, auf dem es Platz für 16 Bauplätze gibt. Das Baugebiet westlich des Dorfhauses sei dringend nötig, sagte Bürgermeister Wolfgang Hofer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. 230 Bewerberinnen und Bewerber seien auf der Warteliste für einen Bauplatz, bilanzierte er. Seit drei Jahren sei in der Gemeinde keiner mehr ausgewiesen worden. Die Rätinnen und Räte stimmten dem Planentwurf zu. Dieser wird nun öffentlich ausgelegt. Im März könnte der Satzungsbeschluss sein, sagte Hofer.

Paragraf 13 b kommt bei dieser Maßnahme zum Einsatz - das Baugebiet wird im beschleunigten Verfahren aufgestellt. Dies ist ein Instrument, das schnell Wohnraum schafft. Vorteile des beschleunigten Verfahrens sind laut Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus unter anderem Erleichterungen im Hinblick auf die ansonsten vorgeschriebene, strenge Umweltprüfung und den Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft. Stefanie Endigs (FWV) Antrag, Paragraf 13 b nicht anzuwenden, wurde von den Rätinnen und Räten mehrheitlich abgelehnt. Entstehen können auf dem Areal Einzel-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser, maximal mit zwei Geschossen. Für eine eventuelle Erweiterung des Baugebiets in den kommenden Jahren werden zwei Straßen in Richtung Süden eingeplant.

Das Regenwasser soll vom Dach der Häuser über ein Pufferbecken in den Forstbach eingeleitet werden, wie Hofer erklärte. Vorgesehen sei das Becken am Rand des Spielplatzes in Richtung Dewanger Straße. "Das Becken wird nicht groß und erfahrungsgemäß fast nie Wasser haben", sagte der Bürgermeister. Nistkästen und Fledermauskästen seien für die Tiere eingeplant.

Nordwestlich des Baugebiets ist ein Bauernhof mit Biogasanlage, weitere landwirtschaftliche Betriebe sind in der Nähe. Gerüche aus den Betrieben erreichen das Baugebiet kaum. Zu diesem Ergebnis kommt die Firma „Ima Richter & Röckle GmbH“ in ihrem Gutachten. Am nordöstlichen Bereich sei der Beurteilungswert für Wohngebiete geringfügig überschritten.

Professor Dr. Dieter Bolten erkundigte sich, wo künftig die Besucherinnen und Besucher des Kapellenfests parken könnten. Weiter Richtung Westen gebe es noch eine Wiese, auf der das möglich sei, sagte Hofer.

"230 Bewerber sind auf der Warteliste für einen Bauplatz."

Wolfgang Hofer, Bürgermeister

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