Jetzt übt die Essinger Wehr wieder

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Sie freuen sich, dass es wieder losgeht: Achim Gorol, Abteilungskommandant Marcus Haas, Markus Maier und Alexander Borst (v.l.).
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Nach mehr als sieben Monaten Zwangspause wegen der Pandemie trainieren die Feuerwehrleute ihre Einsätze. Wie das jetzt funktioniert.

Essingen

Die Kameradinnen und Kameraden der Essinger Feuerwehr haben ihren Übungsbetrieb aufgenommen. Und alle 48 Mitglieder, darunter vier Frauen, sind wieder dabei. „Wir haben keinen verloren“, freut sich Abteilungskommandant Marcus Haas. Auch die Jugendfeuerwehr hat ihre Übungen wieder begonnen.

Ende Oktober wurden die gemeinsamen Übungen eingestellt – nun darf man sich wieder treffen, um für den Ernstfall zu proben. Trainiert wird in definierten Gruppen mit maximal zwölf Personen, so komme jeder alle drei bis vier Wochen dran, sagt Marcus Haas. Der Abteilungskommandant hat die Gruppen nach Ausbildungsstand und Fähigkeiten zusammengestellt.

Auch ohne Übungsbetrieb war die Essinger Feuerwehr in den vergangenen Monaten immer einsatzbereit. 2020 rückte sie 21 Mal aus. In diesem Jahr waren es bisher 15 Einsätze. „Wir bauen auf die Ausbildung und die langjährigen Erfahrungen der vergangenen Jahre“, sagt Marcus Haas. Er zollt seinen Feuerwehrleuten großen Respekt für ihre Arbeit. Gerade das Tragen der FFP2-Maske bei den Einsätzen sei sehr anstrengend.

Die größte Herausforderung für den Abteilungskommandanten während der Pandemie war das Risiko, sich bei einem Einsatz zu infizieren.

„Wäre jemand positiv gewesen, hätte man eine Fahrzeugbesatzung komplett in Quarantäne schicken müssen, das sind neun Feuerwehrleute“, erzählt Haas. „Meine Angst war, mehrere Kameraden außer Dienst stellen zu müssen.“ Deshalb habe man sich auch früh nach FFP2-Masken umgeschaut. Die hängen heute in jedem Spind und in jedem Fahrzeug.

Der Abteilungskommandant hat bereits in der vergangenen Woche seine erste Übung absolviert. „Es war schön, wieder Menschen und Gesichter zu sehen“, sagt er. Anderen Feuerwehrleuten geht es ähnlich. „Die Kameradschaft hat mir komplett gefehlt“, meint Alexander Borst. Er finde nun wichtig, alle Leute wieder abzuholen nach Alter, Ausbildung und Erfahrung.

Dass die Arbeit jetzt nicht mehr an Einzelnen hängenbleibe und man sich wieder gegenseitig helfen könne, begrüßt Markus Maier. Denn die Gerätewarte mussten auch in der Pandemie dafür sorgen, dass alles funktioniert. „Gefühlt war das Corona-Jahr ruhiger für die Feuerwehr, aber das Training fehlte“, stellt Achim Gorol fest. Und auch eine gewisse Unsicherheit: Passen die Handgriffe noch?

Um alle wichtigen Themen und Abläufe zu wiederholen, hat Abteilungskommandant Marcus Haas die wöchentlichen Übungsinhalte bis Dezember festgelegt. Damit die Essinger Feuerwehr weiterhin schnell zur Stelle ist, wenn der Pipser ertönt, den die Frauen und Männer immer dabeihaben.

Wir bauen auf die Ausbildung und die langjährigen Erfahrungen der vergangenen Jahre.“

Marcus Haas, Abteilungskommandant

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