Kehraus für Essingens Fasching?

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Die Corona-Pandemie bestimmt zwar den Alltag, doch am 11. November startet die Faschingssaison. Wie wird die fünfte Jahreszeit in Essingen verlaufen? Das sagen die Faschingsvereine.

Essingen

Die Uhr tickt: Der 11. November und damit die Faschingssaison rücken in greifbare Nähe. Starten dann in Essingen Prunksitzung, Narrenbaumstellen und Umzug? Oder droht der Kehraus, bevor alles losgeht? Das sagen die Verantwortlichen der Faschingsvereine in Essingen auf SchwäPo-Anfrage.

Oberburg Hexen: "Bei unserer Hauptversammlung wollen wir eine Mitgliederbefragung machen", sagt Vorsitzende Bianca Sauter. "Aktuell bereiten wir die Dinge vor, die wir bereits geplant haben, denn absagen ist leichter als das Programm neu planen", sagt Bianca Sauter weiter.

Für den Maskentanz trainiere die Gruppe noch nicht. Die Termine – Narrenbaumstellen nach Dreikönig und das interne Maskenabstauben – seien gesetzt. Die Oberburg Hexen wollen in den kommenden Wochen an einem "Plan B und C" arbeiten, falls die herkömmlichen Faschingsveranstaltungen ausfallen.

Schönbrunn Narren: "Einen Fasching unter diesen Bedingungen zu veranstalten macht keinen Spaß", sagt Marina Sellner. Sie ist die Vorsitzende der Schönbrunn Narren, die zum TSV Essingen gehören. Auch mit der Hygiene sei es bei einer Faschingsveranstaltung schwierig. Trotzdem trainieren die Mitglieder bereits in der Halle, um sich fit zu halten, wie die Vorsitzende sagt. "Wir trainieren nicht auf Hochtouren und mit Abstand. Das klappt ganz gut", betont Marina Sellner. In den kommenden Tagen wollen sich die Schönbrunn Narren demnach mit den Haugga-Narra zusammensetzen, um über die kommende Saison zu sprechen. "Wir haben noch nichts festgelegt."

Narren zeichnet die Fähigkeit aus, dass sie positiv an Dinge rangehen.

Holger Franke Präsident Haugga-Narra

Narrenzunft Hermele: Die Narrenzunft Hermele hat im Vergleich zu den anderen Narren einen Vorteil: Sie nehmen nur an den Umzügen teil und organisieren diese nicht. Für vier Umzüge hatte sich die Narrenzunft ursprünglich angemeldet, wie Georg Mayer sagt. Da der Umzug in Lauchheim bereits abgesagt wurde, sind es nur noch drei. "Wir hoffen, dass es klappt", sagt Mayer. Bis zum Start der Faschingssaison üben die Narren vorerst wie gewohnt, wie Mayer sagt. "Bei uns ist nun alles auf die drei Umzüge fixiert."

Haugga-Narra: Überlegungen gebe es bei den Haugga-Narra in Sachen Faschingssaison während Corona einige, sagt Präsident Holger Franke. "Wir haben eine Mitgliederversammlung im Oktober und hören rein, was die Mitglieder wollen." In Zeiten der Pandemie müsse man kleiner denken. Priorität sei, das Vereinsleben aufrecht zu erhalten. Franke denkt etwa an einen Fasching nur für die Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes.

Fasching stehe für Leichtigkeit. "Vielleicht ist es auch sinnvoll zu sagen, dass es nicht die Zeit ist, ausgelassen zu sein", sagt Franke. Narren zeichne die Fähigkeit aus, dass sie positiv an die Dinge rangehen und Chancen sehen.

Sorgen macht dem Präsident dann eines aber doch: die Finanzen. "Wir hängen am Tropf. Wenn wir keinen Fasching haben, haben wir auch keine Einnahmen." Von den Rücklagen könnte der Verein leben, doch an manchen Stellen müsste der Rotstift angesetzt werden, wie Franke sagt.

Für ihn steht fest: Die Haugga-Narra wollen keinen Alleingang machen. "Im November haben wir wieder ein Ostalb-Präsidententreffen. Dort besprechen wir uns erneut." Auch mit den anderen Faschingsvereinen im Dorf wollen Franke und sein Team sprechen, wie er sagt. "Wir müssen mit Bedacht vorgehen", betont er.

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