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Ob es südlich der B 29 einen Wall geben wird, steht noch nicht fest.

Essingen. Seit 2014 beschäftigt sich der Gemeinderat mit der Planung eines Lärmschutzwalls entlang der Bundesstraße 29, aber bis dato ist man noch nicht weitergekommen. 2017 hatte man den Bebauungsplan „Lärmschutz südlich der B 29“ beschlossen. Eine direkte Verbindung mit der Straßenbaumaßnahme des Bundes war nicht möglich gewesen, da es sich um einen eigenständigen kommunalen Lärmschutzbereich handelt, für die der Bund nicht zuständig ist. Die Reaktionen in Mögglingen nach der Fertigstellung der Ortsumfahrung Mögglingen machten deutlich, dass der Lärmschutz ein bedeutendes Thema sei, erklärte Bürgermeister Wolfgang Hofer im Gemeinderat.

Der Lärmschutz, ob Wall oder Wand, soll im Westen an der Lehbach-Brücke beginnen und sich im Osten ins bestehende Gelände des Gewanns „Saukopf“ oberhalb der B 29 integrieren. Die Lärmschutz-Lösung solle nicht nur effektiv, sondern auch städtebaulich ansprechend sein, sagte der Bürgermeister. Intensive Gespräche mit Anrainern seien geführt worden und bis auf einen Grundstücksbesitzer hätten alle ihr Plazet für eine Abtretung ihrer Flächen erteilt.

Joachim Zorn vom Büro „stadtlandingenieure“ in Ellwangen betonte, dass durch einen Lärmschutzwall eine deutliche Verbesserung zu erwarten sei. Wand oder Wall seien aktive Schutzmaßnahmen. Es sollen nun Entwürfe der Lärmschutzmaßnahme vorgelegt werden. Deren Höhe hänge letztendlich auch ab vom möglichen Grunderwerbe „Jetzt müssen schnell Planentwurfe auf den Tisch“, forderte Helmut Borst. Unverzüglich müssten auch die Grundstücksverhandlungen mit den sieben Eigentümern weitergeführt werden. Im Gewann „Streichhoffeld“ gebe es einen Massenüberschuss an Material, der dann im Wall-Projekt untergebracht werden könne. Simone Funk schlug eine Vor-Ort-Begehung des Gemeinderats mit den Anliegern vor. Hans Blank meinte, es gehe letztendlich auch um die Kosten und um die Frage, wer entsprechendes Material liefern könne. Dann wisse man auch, was „an Lärm auf uns zukomme“, sagte Stefanie Endig. „Mehr Fleisch an die Sache und Varianten mit Vor- und Nachteilen aufzeigen“, forderte Dr. Dieter Bolten ein. Dass Wall, Wand oder eine Mischform noch offen sind, machte Markus Beyeler deutlich. Letztlich gehe es um den besten Lärmschutzeffekt. „Wenn wir entsprechend viel Platz haben, ist ein Wall besser, sowohl für die Effektivität als auch in Sachen Optik“, stellte Hofer fest, während Margit Huber für eine Mischform aus Wall und Mauer tendierte, weil der Flächenverbrauch sonst einfach zu groß sei. Die „stadtlandingenieure“ wurden beauftragt, Varianten vorzulegen und einen Bauantragsentwurf zu fertigen. Lothar Schell

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