„Kreuzspiel 2“ bereichert den Park

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Neu im Essinger Schlosspark: die Bronzeskulptur „Kreuzspiel 2“. Im Bild Künstlerin Beate Debus und Stifter Erwin Ackermann. Der endgültige Standort soll eine „grüne Nische“ unweit der Schloss-Scheune sein.
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Wie das Werk der Bildhauerin Beate Debus nach Essingen in den Schlosspark kommt, was es darstellt und was Erwin Ackermann damit zu tun hat.

Essingen

Essingens Skulpturenschleife hat erneut Zuwachs bekommen. Im aktuellen Flyer war es bereits angekündigt, nun hat Bildhauerin Beate Debus ihr Kunstwerk „Kreuzspiel 2“ offiziell und eigenhändig übergeben.

Bürgermeister Wolfgang Hofer begrüßte die Künstlerin im Schlosspark, die extra aus Thüringen angereist war. Es ist nicht ihr erster Besuch in Essingen: Beate Debus war schon einmal zu Gast in der Schloss-Scheune. 2012 wurde dort ihre Ausstellung „Bewegter Raum“ gezeigt.

„Das ist ein weiteres Mosaiksteinchen für unseren Skulpturenweg und eine Bereicherung für den Schlosspark“, freute sich der Bürgermeister. Er dankte besonders dem Essinger Bürger Erwin Ackermann, der das Kunstwerk gestiftet hat, für sein Engagement. „Ein Vorbild“, lobte Hofer. Er würde sich weitere Stiftungen für die Zukunft wünschen.

Wie kam es zu der Schenkung? Ihm gefalle die Atmosphäre im Schlosspark, sagt Erwin Ackermann. „Das ist alles so toll gestaltet.“ Er wolle gern etwas dazu beitragen, Essingen noch schöner zu machen. „Als ich im Park spazieren ging, kam mir die Idee mit dem Kunstwerk“, erzählt der Essinger. Mit der Bildhauerin Beate Debus verbindet ihn eine lange Bekanntschaft.

Die Skulptur hat Erwin Ackermann der Essinger Bürgerstiftung vermacht. Diese stellt sie der Gemeinde als Ausstellungsobjekt zur Verfügung.

Projekte vor Ort unterstützen

Ziel der Bürgerstiftung ist es, Projekte vor Ort zu unterstützen. Dazu gehört auch die Förderung von Kultur. „Kunst bringt die Menschen zusammen, man diskutiert darüber, tauscht sich aus“, unterstreicht Vorstand Ralf Schiehle. Es ist die erste Schenkung dieser Art für die Bürgerstiftung.

Die 1957 in Eisenach geborene Bildhauerin und Grafikerin Beate Debus lebt in Dermbach in der thüringischen Rhön. Ihre Skulpturen sind ursprünglich aus Holz gefertigt. Für den öffentlichen Raum verwendet sie Bronze, weil das Material stabiler und widerstandsfähiger ist. Auch wenn der Titel der Essinger Skulptur es zunächst vermuten lässt: „Kreuzspiel 2“ sei kein religiös motiviertes Kunstwerk, erklärt Debus. Zu sehen sind zwei Kreuzformen, hell und dunkel, die in Beziehung treten. „Ein Mit- und Gegeneinander von zwei Polen“, so beschreibt es die Bildhauerin. Ihre Arbeiten entwickelt sie ausgehend von der menschlichen Figur und verleiht ihnen dann Bewegung.

Kunstliebhaber müssen sich noch ein paar Tage gedulden, bis die Skulptur ihren endgültigen Platz im Park erhalten hat. Das wird eine „grüne Nische“ unweit der Schloss-Scheune sein.

Das ist ein weiteres Mosaiksteinchen für unseren Skulpturenweg und eine Bereicherung für den Schlosspark.“

Wolfgang Hofer, Bürgermeister

Was sie über Beate Debus wissen sollten

Beate Debus ist 1957 in Eisenach geboren; nach ihrer Ausbildung zur Holzbildhauerin studierte sie Holzgestaltung bei Prof. Hans Brockhage an der Fachschule für Angewandte Kunst Schneeberg. Nach der Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR 1980 arbeitete sie freischaffend als Bildhauerin und Grafikerin und eröffnete 1981 in Suhl ihr erstes Atelier.

2000 wurde Beate Debus mit dem Kunstpreis „artthür 2000“, gestiftet durch die SV Sparkassenstiftung, ausgezeichnet.

Die Künstlerin hat sich an zahlreichen Ausstellungen beteiligt und an nationalen wie internationalen Bildhauersymposien mitgewirkt. aki

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