"Kunterbuntes Schloss" als Kinderhaus

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Die Essingerin Sandy Hägele arbeitet auf der Baustelle als Malerin.
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Aus zwei Gruppen werden fünf: Der Kindergarten St. Christophorus in Essingen bekommt einen Anbau. Das ist das Konzept.

Essingen. Kunterbuntes Schloss - so haben die jungen Bewohnerinnen und Bewohner des Kindergartens St. Christophorus ihr neues Domizil getauft. Seit vergangenem Oktober werkeln Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter im Wilhelm-Busch-Weg in Essingen. Einem "kunterbunten Schloss" kommt der Anbau an den katholischen Kindergarten langsam näher. Maler streichen aktuell die Fassade in einem Rot-Ton.

Bis zur Eröffnung im September soll es auch im Innern "royal" aussehen. Aktuell stapeln sich dort Bauutensilien, Farbkübel stehen in den Gängen und das Getöse von Bohrmaschinen & Co. erfüllt das Gebäude. "Wir machen aus einem Kindergarten ein Kinderhaus", sagt Bürgermeister Wolfgang Hofer bei einem Baustellenbesuch. Aus zwei Gruppen werden fünf, es gibt ein Ganztagesangebot und Platz für U-3- und Ü-3- Kinder. Zum neuen Kindergartenjahr werde zunächst mit vier Gruppen gestartet, 2022 solle der 40 Jahre alte Kindergarten saniert werden und eine fünfte Gruppe entstehen, erklärt Hofer.

Im Erdgeschoss des barrierefreien Gebäudes lässt sich das Konzept erkennen. Links und rechts ist Platz zum Spielen und für Gruppenräume, eine lange "Dorfstraße" verbindet die Räume und neues und altes Gebäude miteinander. Im ersten Stock sind das "Herzstück", wie Hofer den Mehrzweckraum mit Rutsche in den Garten nennt, und Räume für die 12 Erzieherinnen und Erzieher untergebracht.

Betrieben wird die Einrichtung übrigens von der katholischen Kirchengemeinde, Eigentümerin ist die Verwaltung. Diese müsse etwa drei Millionen für das Projekt, das trotz Materialmangel im Zeitplan sei, zahlen, bilanziert Hofer. Gesamtkosten ohne Zuschüsse: 3,2 Millionen Euro.

Nötig mache den Anbau eine hohe Geburtenrate. Diese sei im Ort im Vergleich zum vergangenen Jahr um zehn Prozent gestiegen, sagt der Bürgermeister.

Platz für 84 Kinder gebe es im neuen Kindergartenjahr, wenn das Haus nebenan renoviert ist einige Plätze mehr, bilanziert Kindergartenleiterin Andrea Klett. "Wir freuen uns, aus unserem schnuckeligen Gebäude ins neue Haus zu kommen", sagt sie. Das Konzept der Einrichtung sei offen. Heißt: Die Kinder bewegen sich, sofern Corona dies zulässt, frei auf dem Gelände, manchmal treffen sie sich in der Gruppe.

Der Kindergarten St. Christophorus in Essingen bekommt einen Anbau - aus einem Kindergarten wird ein Kinderhaus.

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