Mit Tablets in die digitale Welt

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Unterrichtsinhalte können von der digitalen Tafel direkt aufs Tablet geschickt werden.
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Alle Sekundarschüler der Parkschule bekommen ihr eigenes Tablet. Mit dieser Medienoffensive ist die Parkschule die erste im Ostalbkreis.

Essingen

Digitale Tafeln, Tablets und elektronische Bücher. Trotz Medienoffensive schwelgt noch ein wenig Nostalgie mit, wenn Schulleiter Heinrich Michelbach die digitale Tafel einschaltet und unter hundert möglichen Hintergründen das klassische Tafelgrün wählt.

Währenddessen tippt Stefan Möbius Notizen in sein Tablet. Vor ihm ein Geschichtsbuch. "So kann ich die Notizen direkt mit Klassenkameraden teilen", erzählt der Zehntklässler. Ein weiterer Mitschüler bereitet eine Präsentation auf seinem Tablet vor.

"Im kommenden Schuljahr werden wir die komplette Sekundarstufe mit Apple-iPads ausstatten. Das werden etwa 300 Schüler sein", berichtet Michelbach. Das bedeutet für die Parkschule einen weiteren Aufwind in Sachen Medienkompetenz. "Damit sind wir die erste Schule im Ostalbkreis und die dritte in Baden-Württemberg, die mit dieser Lösung arbeitet", fügt er stolz hinzu.

Aktuell üben die Schülerinnen und Schüler in Essingen mit einem mobilen Tablet-Koffer, der in der Klasse verteilt wird. Ab Februar sollen dann vier Klassen, im nächsten Schuljahr alle Sekundarschüler mit den Tablets ausgestattet werden. Darüber werden die Eltern in der nächsten Zeit in einem Elternabend informiert.

"In diesem Jahr haben wir keine Baumaßnahmen geplant, deshalb liegt der Schwerpunkt auf den Inhalten", erläutert Bürgermeister Wolfgang Hofer.

Die Neuen Medien sollen ergänzen, aber nicht ersetzen.

Heinrich Michelbach Schulleiter Parkschule

Lehrer Steffen Dilek ist der Tablet-Experte der Parkschule und erklärt die Vorteile: "Das Arbeiten mit den Tablets ist einfach zeitgemäß, heutzutage sind alle Kinder medial gut ausgestattet. Da ist es wichtig, ihnen auch den sinnvollen Umgang beizubringen." Außerdem entfalle eine Menge Papiermüll, da Pläne, Unterrichtsunterlagen oder Bücher einfach heruntergeladen oder geteilt werden können. "Teilweise arbeiten die Schüler pro Fach mit drei bis vier verschiedenen Schulbüchern, die haben sie dann in Form von E-Books alle zur Hand", sagt Michelbach. Außerdem können so jedes Jahr die neusten Schulbuch-Ausgaben runtergeladen werden. "Die Schriftlichkeit wird aber trotzdem beibehalten", betont der Schulleiter. "Die Neuen Medien sollen ergänzen, aber nicht ersetzen."

Schüler können die Tablets mit nach Hause nehmen

Alle iPads sind geleast, gehören dadurch der Gemeinde. Die Schüler mieten ihre Tablets dann für eine Gebühr von 36 Euro pro Halbjahr. "Die Gemeinde trägt dabei dennoch einen Großteil der Kosten", betont Hofer. Die mobilen Apple-Geräte werden durch eine besonders stabile Hülle geschützt und sind versichert.

Durch die Miete können die Schülerinnen und Schüler ihre Tablets auch nach der Schule und in den Ferien mit nach Hause nehmen.

Mit einer speziellen Klassen-App kann Dilek seine Schüler überwachen. Er sieht, welcher Schüler was an welchem Programm arbeitet. "Und das hier haben die Schüler natürlich gar nicht gerne", kündigt Dilek an und berührt ein Schloss-Symbol. Prompt sind alle Tablets der Schüler gesperrt und ein Raunen geht durch die Klasse. Nun hat der Lehrer wieder die volle Aufmerksamkeit. Alle Schüler schauen zur digitalen Tafel. Dort zeigt Steffen Dilek, wie praktisch die Bedienung ist. Mit nur wenigen Schritten können so Lerninhalte von der Tafel auf die Tablets der Schüler geschickt werden. "Und das Tafelwischen entfällt auch", fügt Michelbach lachend hinzu.

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