Neues Gemeindehaus für Essingen

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Pfarrer Torsten Krannich geht auf die Fragen der Gemeindemitglieder ein.

Pfarrer und Architekt präsentieren das Vorhaben erstmals öffentlich. Wie die Pläne für das zwei Millionen Euro teure Projekt aussehen.

Essingen

Der Wunsch ist zehn Jahre gereift, nun ist es bald soweit: Die evangelische Kirchengemeinde bekommt ein neues Gemeindehaus. Am Sonntag hat Pfarrer Torsten Krannich gemeinsam mit Architekt Stephan Zechmeister vom Aalener Architekturbüro ip21 die ersten Pläne für das zwei Millionen Euro schwere Projekt präsentiert.

In der Quirinuskirche hängt ein Beamer vor dem Altar. Pfarrer Krannich steht daneben, neugierig schauen Gemeindemitglieder, die es sich auf den Kirchenbänken bequem gemacht haben, auf die Projektion. "Das ist das Ergebnis eines zehnjährigen Prozesses", sagt Krannich. 2014 habe man erst mal beratschlagt, ob man das Gemeindehaus neu planen oder das aktuelle umbauen soll. Nachdem man sich auf einen Neubau festlegte, hat sich der Kirchengemeinderat 2018 sechs andere Gemeindehäuser angeschaut und einen kleinen Wettbewerb unter zwei Architekturbüros ausgeschrieben. Den hat das Aalener Architekturbüro ip21 für sich entschieden.

Schnell war klar, dass man ein Dreieck aus Kirche, Gemeinde- und Pfarrhaus bevorzugt. Liegt das alte Gemeindehaus hinter Bäumen versteckt, wird das neue in Sichtweite zu den beiden anderen Gebäuden stehen – in der Rathausgasse 21. Das Haus, das dort aktuell steht, beherbergte eine Bücherei, doch sie steht bereits leer. Abgerissen wird das Haus im Februar 2021.

Über die Rathausgasse ist das neue Gemeindehaus zugänglich. Erd- und Untergeschoss sind somit barrierefrei, ein Aufzug ist aus Kostengründen nicht geplant. Stephan Zechmeister von ip21 erklärt das Konzept den Zuhörern. Vor dem Gemeindesaal gibt es ein Foyer. Eine Bühne wird es im Saal, der 120 Quadratmeter messen soll, allerdings nicht mehr geben. "Im alten Gemeindehaus wurde sie sehr selten genutzt", bilanziert Krannich. Die Stühle verschwinden dafür in einem Lager, wenn sie nicht benötigt werden. Die Akustik im Saal wird mit einem Experten angepasst, sodass Chöre und Bläser darin proben können, aber auch die normale Sprechstimme gut zu hören ist. Zwischen Pfarrhaus und neuem Gemeindehaus liegt der Garten. Zu ihm soll eine Terrasse hinausgehen, die überdacht ist. Das Erdgeschoss wird durch eine Küche und einen Vorratsraum komplettiert. Behindertengerechte Toiletten gibt es auf beiden Etagen.

Das ist das Ergebnis eines zehnjährigen Prozesses.

Torsten Krannich, Pfarrer

Im Untergeschoss befinden sich Jugendräume. Ein Gruppenraum hat 45, der andere 25 Quadratmeter. Beide können zu einem großen Raum verbunden werden. Insgesamt hat das neue Gebäude 428 Quadratmeter Nutzfläche. Das neue Gemeindehaus bekommt ein Satteldach. Bürgermeister Wolfgang Hofer wirft ein, dass man sich überlege, die Rathausgasse anzupassen – vielleicht als verkehrsberuhigter Bereich. Der hohe Randstein sei wie eine Abgrenzung.

Zwei Millionen Euro wird das Bauprojekt kosten. Davon bezahlt die Landeskirche 30 Prozent, der Kirchenbezirk sieben und die Kommune fünf Prozent. Den Rest muss die evangelische Kirche in Essingen selbst tragen. "Uns fehlen noch 200 000 Euro," rechnet Krannich zusammen. Das Geld müsse man in den kommenden zwei Jahren auftreiben, denn 2022 soll das neue Gemeindehaus stehen. Als Baubeginn wird der 1. März 2021 angepeilt.

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