Nie den Teelöffel Zucker vergessen

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Die Ballettklassen der Musikschule Essingen bezauberten am Sonntag mit dem Stück „Mary Poppins“ . Foto: Oliver Giers
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Die Ballettklassen der Essinger Musikschule brillieren am Sonntag in der Remshalle mit ihren Auftritten in der Remshalle, als sie „Mary Poppins“ auf die Bühne zaubern.

Essingen

Mit viel schauspielerischem Talent und jeder Menge tänzerischem Können haben am Sonntag die Ballettklassen der Musikschule Essingen einen Tanzabend dargeboten. Von „Krautsaft“ und „Fischöl“ bis zu einem „Teelöffel voll Zucker“ wurde dort alles geboten. Und von Korrektheit und Ordnung bis zu einem wunderschönen Tag im Park mit „Mary“ war ebenfalls alles dabei.

„Mary“ zieht alle in den Bann

Immer noch keine Ahnung, wer da auf der Bühne in der Remshalle für neue Erziehungsmethoden sorgte und das wohl bekannteste Kindermädchen der Geschichte ist? Natürlich, Mary Poppins hat alle in ihren Bann gezogen. Sowohl die beiden Kinder der Familie Banks, den Schornsteinfeger Bert und all die Figuren, die in dem gleichnamigen Musical vorkommen. Mit einer Choreographie der Ballettlehrerin Barbara Schneider, Dieter Mößner mit der Ton- und Lichttechnik sowie Tatjana Hopp, die sich um das Design kümmerte, haben die Balletteleven zeigen können, wie viel Spaß ihnen das Tanzen macht und mit welcher Hingabe sie die vielen Besucher zu begeistern verstanden. Die Organisation für diesen außergewöhnlichen Musik- und Tanzgenuss hatte neben Barbara Schneider der Förderverein der Essinger Musikschule als auch die Eltern der Ballettkinder. Durch die Geschichte hat Ida Siems geführt, die am Bühnenrand sitzend die Turbulenzen um das Kindermädchen Mary erläuterte.

Leidenschaft und Tanz

Zum Stück: Jane und Michael haben so manche Erfahrungen mit allerlei Kindermädchen. Nach vielen Versuchen der Mutter, die Passende zu finden, schreiben die beiden letztendlich selbst eine Anzeige und Mary Poppins kommt auf wundersame Weise in die Familie, um alles auf den Kopf zu stellen, was vorher in bester Ordnung schien. Mit der Musik und den Sprechern aus dem Musical im Hintergrund bewiesen die Tänzerinnen ihre Leidenschaft, Tanz und Schauspiel auf die Bühne bringen zu wollen.

Nach der Pause gab es zunächst zwei zeitgenössische Tänze, die bewiesen, dass die Ballettabteilung auch Modern beherrscht. Wieder im Kirschbaumweg 17 in London bei Familie Banks ging es schnurstracks in den Park, wo die Vogelfrau ihr Futter verkauft.

Bittere Medizin war das am Sonntag keineswegs und der Teelöffel voll Zucker war bei dieser Aufführung nicht notwendig. Süß waren die kleinen Tänzerinnen, die voller Freude ihre Rolle spielten. Die Älteren brillierten ebenfalls, überzeugten in den Choreographien ihrer Lehrerin Barbara Schneider.

Und wie heißt nochmal das komische Wort, das alle kennen, aber nicht unbedingt aussprechen können? Richtig: Supercalifragilistigexpialigetisch. 34 Buchstaben hat es und wenn man es hört, fällt einem sofort die Melodie wieder ein, mit der Mary Poppins den Kindern der Banks erklärt, dass man es für ziemlich viel anwenden kann. „Alles, was wir wollen, kann passieren“ ist ihre Devise und das haben am Sonntag die Ballettklassen vortrefflich umgesetzt. Einen wunderschönen Auftritt, der alle begeisterte.

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