Das Landeswaldgesetz

Radel-Verbot an den Weiherwiesen?

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Innerhalb des Naturschutzgebiets ist weder Fahrradfahren noch Reiten erlaubt.
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Ist Fahrradfahren im Naturschutzgebiet Weiherwiesen erlaubt? Drei Fragen an das Regierungspräsidium.

Essingen. Dürfen Radlerinnen und Radler über die Wege im Naturschutzgebiet Tauchenweiler fahren oder nicht? Das fragt sich ein SchwäPo-Leser. Zu seiner Anfrage schickt er ein Foto. Furchen durchziehen den Weg. Wer genau hinschaut, erkennt das Profil von Fahrradreifen. Wenn der Leser beim Wandern Radlerinnen und Radler auf ihr Verhalten anspricht, reagieren diese erstaunt oder aggressiv, wie er erzählt.

Die Schwäbische Post hat daher drei Fragen an Josephine Palatzky, Pressesprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart, gestellt:

1 Frau Palatzky, ist Radfahren bei den Weiherwiesen erlaubt?

Palatzky: „Gemäß der Verordnung des Naturschutzgebiets Weiherwiesen ist es verboten, mit Fahrzeugen zu fahren. Dieses Verbot umfasst auch Fahrräder.“

2 Gilt dieses Verbot auch für Reiterinnen und Reiter?

„Ebenso ist nach der Schutzgebietsverordnung das Reiten in dem geschützten Gebiet verboten.“

3 Und was gilt im Wald um die Weiherwiesen herum, außerhalb des Naturschutzgebiets?

„Auf Waldflächen ist nach Landeswaldgesetz Baden-Württemberg das Radfahren auf Wegen von über zwei Metern Breite gestattet.“

Zwei-Meter-Regel gilt im Wald

Ein Blick ins Landeswaldgesetz zeigt, was außerhalb des Naturschutzgebiets im Wald um die Weiherwiesen herum gilt:

Im Wald kommt die Zwei-Meter-Regel zum Einsatz. Ist der Pfad zwei Meter oder breiter, dürfen dort Radlerinnen und Radler fahren. „Wanderer und Spaziergänger haben ein Recht auf das freie Betreten und Interesse an einer ungestörten Erholung. Ihre Sicherheit sollte nicht durch andere Erholungssuchende im Wald gefährdet werden – eine gemeinsame Streckennutzung im Wald setzt voraus, dass genügend Reaktionszeit bleibt und ausreichend Raum zum Ausweichen zur Verfügung steht“, teilt das Verkehrsministerium mit.

Das Fahren auf nicht zugelassenen Wegen sei eine Ordnungswidrigkeit nach Landeswaldgesetz. „Meistens wird eine solche Ordnungswidrigkeit lediglich durch eine mündliche Verwarnung geahndet. Im Einzelfall kann auch ein Bußgeld von 25 bis 40 Euro verhängt werden.“

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