"Ritter"-Areal in Essingen - wie geht's weiter?

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Das "Gasthaus zum Ritter" in Essingen.
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Am Ende der Gemeinderatssitzung ist das ehemalige "Gasthaus zum Ritter" Thema. Der Stall auf dem Grundstück wird abgerissen.

Essingen. Im Sommer 2020 wurde der "Ritter" in Essingen verkauft. Was passiert nun mit dem Areal? Das wollte Gemeinderat Markus Beyeler in der jüngsten Sitzung von Bürgermeister Wolfgang Hofer wissen. Der verkündete, dass der Stall auf dem Grundstück abgerissen werde. "Das war die Entscheidung des Eigentümers", sagte Hofer. Beyeler fragte daraufhin, ob das Gebäude ebenfalls entfernt werde. Hofer: "In dem Gebäude wohnen noch Menschen. Wir wollen uns 2022 auf den Weg machen und Ideen finden." Der Eigentümer, ein Bauträger aus der Region, sei bereit, "mit der Gemeinde den Weg zu gehen".

Beyeler erkundigte sich, ob ein Ensembleschutz möglich sei, um das Gebäude zu erhalten. Es stehe nicht unter Denkmalschutz, somit gebe es keinen Ensembleschutz, sagte der Bürgermeister. Gemeinderätin Beate Krannich betonte, dass der "Ritter" ein ortsbildprägendes Gebäude sei.

  • Gasthaus "Ritter" - ein Blick in die Vergangenheit
  • Das "Gasthaus zum Ritter" in der heutigen Schulstraße 33 in Essingen war das woellwarthsche Zeugenhaus. Es diente als Lager für Vorräte und Waffen, später als Poststation.
  • Als erster Wirt ist Johannes (Hans) Eisele der Ältere bekannt. Er hat den "Ritter" ab 1640 betrieben. Das Gebäude wurde 1759 durch ein Feuer zerstört, der damalige Wirt Johann Georg Staudenmayer baute es vermutlich kurz danach neu auf. Unterschiedliche Wirte führten dann das Gasthaus.
  • Im Oktober 1900 übernahm Maximilian (Max) Grupp den "Ritter". Er baute das Gebäude um. Nach dem Tod von Maximilian Grupp im Mai 1952 kam die Wirtschaft in den Besitz des Sohns Eugen Grupp. Der alte Saal im Obergeschoss wurde in eine Wohnung umgebaut.
  • 1980 übernahm Gerhard Grupp mit seiner Frau Erika Grupp den "Ritter". Wegen einer Erkrankung des Wirts wurde die Gaststätte geschlossen und 2020 an einen Bauträger in der Region verkauft. Quelle: "Die Wirtschaften im ehemals woellwarthschen Essingen", BOD-Verlag ,2021 , Horst Wormser und Heinz Bohn

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