Routendiskussion für das „Eldorado für Radler“

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Schnelle Radwege und klare Markierungen: Esslingen setzt auf ein Gesamtkonzept statt Stückwerk. Archivfoto: Enßle, Marie
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Gremium diskutiert Entwurf des Radverkehrskonzepts. Worauf sich die Rad-Freaks freuen dürfen.

Essingen. Das Faible der Gemeinderätinnen und -räte fürs Radeln ist greifbar in der jüngsten Sitzung des Essinger Gremiums. Zahlreiche Anregungen werden Geschäftsführer Uwe Petry von VAR+ aus Darmstadt mit auf den Weg gegeben, als dieser den Entwurf eines Radverkehrskonzepts für Essingen vorstellt.

Ziel des Radschnellwegs sei es, so Petry, dem wachsenden Radverkehr in Form von wahlfreien und unterschiedlichen Nutzungsformen gerecht zu werden. Hermannsfeld solle als „gewachsene Verbindung“ erhalten bleiben.

Gemeinderätin Margit Huber favorisiert die Route entlang der B 29 und Ratskollegin Beate Krannich verweist auf die Pendlerroute übers Gewerbegebiet in Richtung Aalen. Entsprechende Markierungsstreifen für Radler müssten am Bauhaus angelegt werden. Petry sagt, dass das Gewerbegebiet Essingen-Aalen fürs Rad nutzbar gemacht werden müsse. „Der Radfahrer muss als vollständiger Teilnehmer im Verkehr integriert werden.“ Stefanie Endig geht auf den Schnellradweg von Mögglingen nach Essingen ein. Diese Strecke sei zwischen dem Unternehmen Welzel und Essingen bedeutend besser und ungefährlicher als die Alternative Hermannsfeld. Endigs Vorschlag: „die Nord-Variante favorisieren.“ Dem schließt sich Geschäftsführer Petry an, allerdings solle die „Route Hermannsfeld“ mit akzentuierten Maßnahmen ausgebaut und „im Spiel gehalten werden.“ Es sei gefährlich, jetzt einseitig auf die Nord-Variante zu setzen. Straßen für Radler-Benutzung  solle man auch nicht grundsätzlich aufgeben. Auf einer zweiten Achse sollten jene Radler abgeholt werden, die „abseits mit langsamer Geschwindigkeit quasi im Schattennetz fahren wollen“. Helmut Borst vermisst im Konzept die Einbindung der Flurbereinigungswege.

Das weitere Vorgehen:  Nach Genehmigung der gesamten Klassifizierung  sollen die Pläne im Rathaus ausgehängt und offen gelegt werden. Das Kataster werde 150 bis zweihundert Maßnahmen als Handlungsprogramm für die Kommunen enthalten, versprach Petry. Im Sommer 2023 soll es komplett fertig sein.

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